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Die Hitze schreckte den Heimat- und Geschichtsverein nicht ab, am Freitag, dem 19. Juni, das Fischereimuseum in Troisdorf-Bergheim zu besuchen, das mit Unterstützung des Landes entstand und durch die nun schon über 1.000 Jahre (!) alte Fischereibruderschaft betrieben wird. Empfangen und geführt wurden wir durch Herrn Schell, immerhin 90 Jahre alt, die wir ihm aber nicht anmerkten. Angesichts der Hitze „sparten“ wir uns eine Führung durch die Außenbereiche des Museums und bewunderten den Aalschocker – ein Prunkstück des Museums – von drinnen. Eine Besichtigung des Bootes war angesichts des Aufwandes, den die Bruderschaft hierfür zur Sicherheit der Besucher betreiben muss, ohnehin nicht geplant. Herr Schell brachte uns sehr lebendig die Geschichte der Siegfischerei über die Jahrhunderte, die Bruderschaft und den Fischbesatz der Sieg und des Rheins in der Nähe der Siegmündung nahe. Ausgeklungen ist der Nachmittag mit einem gemeinsamen Essen an der Siegfähre – ein rundum gelungener Nachmittag.

H.-J. Parpart, 1. Vorsitzender Heimat- und Geschichtsverein

Jahresfahrt des HuGV, ein Reisebericht

Die Fahrt hatte 41 Reiseteilnehmer/innen und war damit ausgebucht, unser Hotel war das sehr gute „Hotel Fürstenhof“ in Bad Kreuznach. Abgesehen von einem Regenguss am Donnerstagnachmittag in Bad Kreuznach hatten wir trockenes, zum Teil gutes zum Schluss der Reise hin sehr gutes Wetter, was der Stimmung in unserer Gruppe natürlich sehr zu Gute kam. Immer wieder nett das Miteinander der Teilnehmer unserer Jahresfahrten!

Lesen Sie unseren ausführlichen Bericht mit begleitenden Fotos!

1. Tag

Am Morgen startete unsere Reisegruppe zwischen 8:30 Uhr und 8:45 Uhr von Seelscheid und Neunkirchen aus in Richtung Bad Kreuznach. Bei recht durchwachsenem Wetter verlief der erste Teil der Fahrt insgesamt entspannt und bot bereits Gelegenheit zu ersten Gesprächen und Vorfreude auf die gemeinsame Zeit.

Zur Halbzeit der Strecke legten wir einen Aufenthalt im Kloster Maria Laach ein. Dort hatten alle Teilnehmenden genügend Zeit, die beeindruckende Klosteranlage auf sich wirken zu lassen. Ein Spaziergang zum Ufer des Laacher Sees war möglich, dessen ruhige Atmosphäre zum kurzen Verweilen einlud. Darüber hinaus bestand die Möglichkeit, eine kleine Stärkung einzunehmen und die eindrucksvolle Klosterbasilika zu besichtigen, die mit ihrer romanischen Architektur, insbesondere mit dem dem Eingang vorgelagerten Paradies, zu den bedeutenden Sakralbauten Deutschlands zählt.

Um 12:30 Uhr setzten wir unsere Fahrt nach Bad Kreuznach fort und erreichten rechtzeitig unseren nächsten Programmpunkt. Um 14:30 Uhr begann eine interessante Führung durch die historische Altstadt. Dabei erfuhren wir viel Wissenswertes über die Geschichte und Entwicklung der Stadt. Anschließend ging die Führung durch den Park in das Römermuseum, wo wir spannende Einblicke in das Leben und die Kultur der Römer in dieser Region erhielten. Herausragend hier die beiden großen Bodenmosaike, authentisch und an Ort und Stelle, wie sie in der gigantischen Römervilla der Antike erstellt worden waren und in situ bis heute überdauert haben. Die Führung endete gegen 17:00 Uhr und wir machten uns auf den Weg zum Hotel.

Um 17:15 Uhr erfolgte der CheckIn im Hotel Fürstenhof. Nach einer kurzen Erholungspause traf sich die Gruppe um 18:30 Uhr zu einem gemeinsamen Abendessen im italienischen Restaurant „Al Fiume“, das direkt an der Nahe gelegen ist. In angenehmer Atmosphäre genossen wir die uns gebotenen italienischen Spezialitäten und ließen die Erlebnisse des Tages Revue passieren.

Den Abschluss des gelungenen Tages bildete ein gemütliches Beisammensein an der Hotelbar. In entspannter Stimmung klang der erste Reisetag in geselliger Runde aus. Alle waren sich einig, dass der abwechslungsreiche Tag einen gelungenen Auftakt für den weiteren Aufenthalt in der Region darstellte.

2. Tag

Nach dem sehr guten Frühstück im Hotel starteten wir um 9:15 Uhr zur Fahrt nach Ingelheim. Dort erwarteten unsere große Gruppe gleich drei Gästeführer/innen. Zunächst besichtigten wir die Merowingergräber (6. Jhdt.) in St. Remigius, bevor wir die beeindruckende Kaiserpfalz Karls des Großen erkundeten. Die Anlage erwies sich als herausragende historische Stätte mit einem herrlichen Blick über den Rhein bis hin zum Rheingau. Die gewaltigen Ausmaße dieser Pfalz sind in Niederingelheim noch heute an vielen Stellen gut sichtbar und vermitteln einen eindrucksvollen Eindruck ihrer einstigen Bedeutung.

Zur Mittagszeit kehrten wir mit unserer großen Reisegruppe in einer Backstube ein und stärkten uns für den weiteren Tag. Um 13:15 Uhr ging es dann weiter nach Mainz.

Hier wurden wir um 14:00 Uhr an St. Stephan von einer Gästeführerin und einem Gästeführer in Empfang genommen. Zunächst besuchten wir die Kirche mit ihren fantastischen Chagall-Fenstern, die durch ihre Farbenpracht und besondere Atmosphäre beeindrucken. Anschließend führte uns ein Rundgang durch die Mainzer Altstadt, bei dem wir viele interessante Einblicke in Geschichte und Gegenwart der Landeshauptstadt von Rheinlandpfalz erhielten. Wir hatten für den Tag hier wie dort großes Glück mit den kompetenten und umgänglichen Stadt-/Gästeführern/innen.

Nach einer größeren Pause traf sich die Gruppe um 18:00 zum gemeinsamen Abendessen in der Weinstube „Augustinerkeller“, die ihren Namen von der benachbarten Augustinerkirche her hat. Bei gutem Essen in stimmungsvollem Ambiente, untermalt von einer launigen Gesangsdarbietung einer anwesenden Männergruppe, klang der Besuch in Mainz aus. Nach der Rückfahrt nach Bad Kreuznach ins Hotel ließen wir den erlebnisreichen Tag gemütlich in der Hotelbar ausklingen.

3. Tag

Am folgenden Tag stand eine Bustour entlang der Nahe und durch das umliegende Hügelland auf dem Programm. Thematischer Schwerpunkt für diesen Tag war das Leben und Wirken der Heiligen Hildegard von Bingen (1098 – 1179).

Einen derartigen „Tag auf dem Bus“ haben wir auf unseren Jahrestouren fast immer im Programm, um über eine Gästeführung Land und Leute, Geschichte und Traditionen der jeweiligen Region kennenzulernen. Dieses Jahr hatten wir eine ausgesprochen kenntnisreiche Gästeführerin, die nach Absprache den Tag bestens einrichtete, auch im Hinblick darauf, dass wir einige recht hochbetagte Reiseteilnehmer/innen haben.

Erster Halt war Bad Münster am Stein-Ebernburg. Dort beeindruckten vor allem die großen Gradierwerke, die ursprünglich der Gesundheit und insbesondere der Erholung der Atemwege dienten. Ebenso sehenswert war das prachtvolle alte Kurhaus im Jugendstil, das von der Bedeutung des Kurortes in vergangenen Zeiten zeugt.

Anschließend führte die Fahrt durch das landschaftlich reizvolle und bergige Naheland zum Disibodenberg. Auf einer bewaldeten Anhöhe besichtigten wir die Überreste eines einst bedeutenden Benediktinerklosters. Die malerisch im Wald gelegenen Ruinen wirkten beinahe verwunschen und vermittelten einen eindrucksvollen Eindruck klösterlichen Lebens vergangener Jahrhunderte. Während der gesamten Fahrt erläuterte unsere kompetente und umgängliche Gästeführerin immer wieder interessante Details aus dem Leben der Heiligen Hildegard. Gerade die Benediktinerabtei Disibodenberg spielte dabei eine zentrale Rolle, denn hier verbrachte Hildegard seit ihrer Kindheit einen großen Teil ihres klösterlichen Lebens. Informationen zur Naheregion im Allgemeinen wurden auf der Busfahrt immer wieder gegeben.

Weiter ging die Reise nach Sponheim, wo Hildegard ebenfalls einige Jahre wirkte. In der dortigen, hervorragend gepflegten Kirche mit dem Grundriss eines griechischen Kreuzes entstand ein besonders stimmungsvoller Moment: Einige sangesfreudige Männer unserer Gruppe stimmten ein Lied an, in das nach und nach alle einstimmten. Der Gesang erfüllte den Kirchenraum und sorgte für eine beeindruckende Atmosphäre.

Die weitere Tagesfahrt führte uns vorbei an einer alten Burg aus der Zeit Hildegards nach Bingen am Rhein. Viele Teilnehmer nutzten die Gelegenheit zum Besuch des Museums am Rhein. Dort standen Leben und Wirken der Heiligen Hildegard ebenso im Mittelpunkt wie die Geschichte und Entwicklung der Stadt Bingen. Hier in Bingen begründete Hildegard das Kloster am Rupertsberg, wo sie lange als Äbtissin wirkte. Von diesem Kloster gibt es heute nicht einmal mehr Reste.

Am späten Nachmittag erfolgte die Rückfahrt nach Bad Kreuznach. Den Abend gestaltete jeder nach seinem eigenen Geschmack und ließ die vielfältigen Eindrücke des Tages in entspannter Atmosphäre ausklingen.

4. Tag

Am Sonntagmorgen hieß es nach dem Frühstück Abschied nehmen vom Hotel. Nach dem CheckOut startete die Gruppe um 9:00 Uhr zur Weiterfahrt. Die Route führte zunächst über Mainz und eine Rheinbrücke auf die rechte Rheinseite in den Rheingau.

Vorbei an Eltville erreichten wir das traditionsreiche Schloss Johannisberg, eines der bekanntesten Weingüter Deutschlands. Hier erwartete uns eine interessante Führung durch die historischen Weinkeller. Dabei erfuhren wir viel Wissenswertes über die Geschichte des Weinbaus im Rheingau und die besondere Bedeutung des Schlosses für die Entwicklung des Rieslings. Im Anschluss an die Führung konnten wir bei einer Weinprobe drei unterschiedliche Rieslinge des Weinguts selbst verkosten.

Vor der Führung und nach der Weinprobe blieb Zeit, die weitläufige Anlage und ihre Umgebung auf eigene Faust zu erkunden. Bemerkenswert schön der Blick über die schlosseigenen Weinberge über den Rhein nach Ingelheim und ins Rheinhessische.

Um 12:30 Uhr setzte die Reisegruppe ihre Fahrt zur Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Hildegard in Eibingen fort, das heute zu Rüdesheim gehört. Die Kirche befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen Klosters Eibingen, das einst von der Heiligen Hildegard von Bingen auf der rechten Rheinseite gegründet worden war.

Bewegt ist Geschichte dieses Ortes. Das ursprüngliche Kloster wurde während der Säkularisation unter Napoleon zu Beginn des 19. Jahrhunderts aufgehoben und schließlich nahezu vollständig zerstört. Heute erinnert die Pfarr- und Wallfahrtskirche an das bedeutende Wirken Hildegards in Eibingen.

Ein besonderer Höhepunkt des Besuchs der Kirche war die Besichtigung des Schreins der Heiligen Hildegard. Viele Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, diesen bedeutenden Wallfahrtsort in Ruhe auf sich wirken zu lassen und mehr über Leben und Verehrung der Heiligen zu erfahren. In dieser Kirche schloss sich der Kreis unserer Erkundungen zu dieser berühmten Mystikerin und Kirchenlehrerin des Mittelalters.

Nach dem Besuch der Wallfahrtskirche führte unser Weg auf dem Weg zum Niederwalddenkmal vorbei an der Benediktinerinnenabtei St. Hildegard. Das erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts errichtete Kloster knüpft bewusst an das geistliche Erbe der Heiligen Hildegard an und prägt bis heute das religiöse Leben im Rheingau.

Anschließend erreichten wir das Niederwalddenkmal oberhalb von Rüdesheim. Unterhalb des Denkmals waren wir in einem Restaurant zum gemeinsamen Mittagessen angemeldet. Nach dem Essen blieb ausreichend Zeit, das imposante Monument zu besichtigen.

Das Niederwalddenkmal mit der gewaltigen Germania-Figur und den zahlreichen patriotischen Darstellungen beeindruckt durch seine Größe und seine exponierte Lage. Auch das martialische Lied „Die Wacht am Rhein“, das eng mit der Entstehungszeit des Denkmals verbunden ist, wurde dabei thematisiert. Sinn und Zweck des Monuments bringt die Inschrift auf dem Sockel zum Ausdruck: „Zum Andenken an die einmuethige siegreiche Erhebung des deutschen Volkes und an die Wiederaufrichtung des Deutschen Reiches 1870 1871.“

Bei bestem Wetter bot sich vom Niederwalddenkmal ein großartiger Rundblick über Rüdesheim und den Rheingau, über den Rhein hinweg nach Bingen und Rheinhessen sowie in das Naheland. Diese herrlichen Ausblicke bildeten einen gelungenen Abschluss unserer Reise auf den Spuren der Heiligen Hildegard und durch die Kultur- und Weinlandschaften an Rhein und Nahe.

Um 16:00 Uhr traten wir die Heimfahrt an. Gegen 18:30 Uhr erreichten wir wieder unsere Heimatorte. Mit vielen neuen Eindrücken, interessanten historischen Erkenntnissen und schönen gemeinsamen Erlebnissen kehrten die Teilnehmer nach Hause zurück.

Bernhard Plitzko

Am 8.Mai 2026 fand die jährliche Mitgliederversammlung des Heimat- und Geschichtsvereins statt. Die Berichte des Vorsitzenden, der Schatzmeisterin und der Kassenprüfer mündeten in die Entlastung des Vorstands. Als Besonderheit stand dann eine Anpassung des Mitgliederbeitrags auf der Tagesordnung. Diese war durch deutlich gestiegene Kosten für das Jahrbuch notwendig und die erste Anpassung nach mehr als 10 Jahren. Der Vorstand schlug eine Anpassung um 4 Euro auf 24 Euro vor, aus der Mitte der Mitgliederversammlung wurde gar eine Erhöhung um 10 Euro genannt. Einstimmig beschlossen wurde letztlich eine Erhöhung um 5 Euro auf 25 Euro.

Im Anschluss fesselte Hartmut Benz das Auditorium mit seinem Vortrag „Neunkirchen und Seelscheid in Zeiten des Nationalsozialismus“. Er beschrieb dabei zunächst die Anfänge, danach viele Fakten aus dem Alltag in dieser Zeit, und er schloss mit der wenig spektakulären Entnazifizierung. Ein Vortrag, der viele auch nachdenklich machte.

Hans-Jürgen Parpart, 1. Vorsitzender Heimat- und Geschichtsverein

Hartmut Benz trägt vor

Aufmerksame Zuhörer

Ein Blick voraus führt uns zum 19. Juni 2026. An diesem Tag besucht der HGV das Fischereimuseum in Troisdorf-Bergheim. Ein altes Handwerk, die Fischerei, wird uns dort in einer zweistündigen Innen- und Außenführung nahegebracht. Wir starten am 19.6. um 12:15 Uhr wie gewohnt am Antoniusplatz, fahren zum Museum und beschließen den Ausflug mit der Gelegenheit zum gemeinsamen Ausklang an der 2 km entfernten Siegfähre. Die Kosten betragen 10 Euro für Mitglieder, 12 Euro für Nichtmitglieder. Anmeldung bitte bei Bernhard Plitzko unter 02247/8534 oder bplitzko@web.de.

Wir freuen uns auf Sie!

Hans-Jürgen Parpart, 1. Vorsitzender Heimat- und Geschichtsverein

 

 

 

 Fischreusen (Bild von (T)Helma auf Pixabay)

Der Heimat-und Geschichtsverein hat seine Mitglieder mit dem Weihnachtsbrief bereits zur jährlichen Mitgliederversammlung mit anschließendem Vortrag eingeladen. Daran wollen wir erinnern.

Die Mitgliederversammlung findet am Freitag, den 8. Mai um 19 Uhr im Selbstlernzentrum (an der Gesamtschule) in Neunkirchen statt. Der Eingang über den Schulhof bzw. an der Walzenrather Straße wird ausgeschildert.

Tagesordnung :

  1. Genehmigung und ggf. Erweiterung der Tagesordnung

  2. Geschäftsbericht des Vorsitzenden

  3. Vorlage der Jahresrechnung durch die Kassiererin

  4. Bericht der Kassenprüfer

  5. Entlastung der Kassiererin und des Vorstands

  6. Neufestsetzung Mitgliedsbeitrag

  7. Verschiedenes

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung laden wir die Mitglieder ein zu einem Vortrag von Hartmut Benz zum Thema „Neunkirchen und Seelscheid in den Jahren des Nationalsozialismus“.

Hans-Jürgen Parpart, 1. Vorsitzender Heimat – und Geschichtsverein Neunkirchen-Seelscheid

Die römische Kalkbrennerei in Iversheim bei Bad Münstereifel war am Samstag, den 21. März das Ziel der archäologischen Exkursion des Heimat- und Geschichtsvereins Neunkirchen-Seelscheid. Das Ehepaar Homberg hatte eingeladen, antike Bautechnik vor Ort hautnah zu erleben.

Die Anlage wurde 1966 beim Bau einer Wasserleitung zufällig entdeckt und umfasst sechs gut erhaltene Kalköfen aus dem 2. und 3. Jahrhundert. Heute befindet sich über einem Teil der Anlage ein Schutzbau, in dem drei Öfen besichtigt werden können. Der Kalksteinbruch lag oberhalb der Brennerei, was den Arbeitsablauf seinerzeit vereinfachte. Während Herr Homberg uns den Brennvorgang anschaulich erläuterte, weihte uns Frau Homberg in die kulinarischen Genüsse der Römer ein. Wir durften vom römischen Brot über „Moretum“, eine römische Schafskäsecreme, bis hin zum Honigkuchen römische Köstlichkeiten probieren. 2021 wurde die Kalkbrennerei als Teil des Niedergermanischen Limes zum Unesco Welterbe.

Anschließend kehrten wir im - nach der Flutkatastrophe von 2021 - sehr schön wiederaufgebauten Bad Münstereifel in ein Café ein.

Nochmals vielen Dank dem Ehepaar Homberg für diese sehr persönliche und abwechslungsreiche Führung.

Antje Fischer, 2. Vorsitzende Heimat-und Geschichtsverein

Am 21. Februar besuchte der Heimat-und Geschichtsverein das in der ehemaligen Dorfkirche in Marienheide-Kempershöhe untergebrachte Museum für mechanische Musikautomaten. In einer 75-minütigen Führung erlebten wir die heitere Welt der mechanischen Musik. Mechanische Musikinstrumente sind Musikautomaten, die Musik durch eine Stiftwalze, eine gestanzte Metall- oder Pappplatte, Papierrolle oder mittels eines Leporello wiedergeben. Die Bandbreite der Musikinstrumente reicht dabei von der einfachen Spieldose über Musikuhren, künstliche Vögel- und Puppenautomaten bis hin zu Drehorgeln.

Dr. Ullrich Wimmer hat in über 50 Jahren eine beeindruckende Sammlung an mechanischen Instrumenten aus vier Jahrhunderten zusammengetragen. Er präsentierte uns kenntnisreich und höchst unterhaltsam mit einer historischen Einordnung verschiedene Exponate. Beginnend mit einem selbstspielenden Klavier beeindruckte uns eine Amseluhr genauso, wie eine kleine, kostbare Vogeldose, bei der ein Vögelchen ein Liedchen zwitscherte. Ein besonderes Exponat ist auch eine 2m hohe Flötenuhr, Baujahr 1830, mit einer beweglichen und musizierenden Figurenbühne. Zum Abschied spielte ein Orchestrion, das ursprünglich aus einem Brüsseler Etablissement stammte. 

Diese Sammlung von feinmechanischen Kunstwerken ist einmalig und deshalb wurde dem Museum 2017 der Titel Immaterielles UNESCO Kulturerbe verliehen. Der Besuch ist ein absolutes Muss für  Liebhaber mechanischer Musik. 

Der spannende und informative Nachmittag wurde mit einem Pott Kaffee und einem überschaubaren Stück Kuchen im Hofcafe Kaffeekännchen abgerundet. 

Antje Fischer, 2. Vorsitzende Heimat-und Geschichtsverein

Am 21. März wollen wir die römische Kalkbrennerei in Bad Münstereifel-Iversheim besuchen, die 1966 entdeckt wurde.Es handelt es sich um das seltene Denkmal einer römischen Industrieanlage, die in der Zeit von etwa 150 - 300 n. Chr. in Betrieb war und in der die Römer Branntkalk für die Mörtelherstellung produzierten. Die noch sehr gut erhaltenen, mächtigen Kalkbrennöfen sind in einem Schutzbau zu besichtigen und gehören zum UNESCO-Welterbe "Niedergermanischer Limes". Warum die Anlage dazugehört, wer die Anlage betrieben hat, wie die Römer den Kalk gewannen und noch vieles mehr erfahren wir bei unserem Besuch  am 21. März.

Wir treffen uns am 21. März um 12:30 Uhr am Antoniusplatz in Neunkirchen, bilden ggf. Fahrgemeinschaften und brechen auf in die Eifel.  Als Kostenbeitrag erbitten wir 10 Euro für Mitglieder bzw. Nichtmitglieder 12 Euro.

Anmeldung bei Antje Fischer (Telefon: 02247/ 6581 oder antje.fischer67@gmxde)

Für  unsere Jahresfahrt, die uns vom 4. bis 7. Juni nach Bad Kreuznach an der Nahe führt, sind für Nachzügler noch wenige Plätze frei. Wir werden schwerpunktmäßig die Naheregion in und um Bad Kreuznach erkunden. Ein Besuch der Kaiserpfalz in Ingelheim mit Weiterfahrt nach Mainz ist vorgesehen. Den Tag der Heimfahrt am Sonntag nutzen wir zum Besuch des Weinguts Schloss Johannisberg, der Abtei St. Hildegard und evtl. des Niederwalddenkmals.

Näheres auf unserer Homepage unter https://hgv-nks.de/jahresfahrt-2026-bad-kreuznach.
Auskunft erteilt Bernhard Plitzko TelNr 02247/8534

Wir freuen uns auf Sie

Hans-Jürgen Parpart, 1. Vorsitzender Heimat – und Geschichtsverein

In der ehemaligen Dorfkirche in Marienheide - Kempershöhe werden mechanische Musikinstrumente aus drei Jahrhunderten gezeigt. Es erklingen Musikuhren, Walzen und Plattenspieldosen, Drehorgeln und noch vieles mehr. Während der Führung hören wir Geschichten, Anekdoten und Lieder - wer möchte kann mitsingen.

Im Anschluss kehren wir ins Hofcafe „Kaffeekännchen“ ein.

Der Heimat – und Geschichtsverein bietet am Samstag den 21.2. 2026 eine Führung im Bergischen Drehorgelmuseum an. Der Unkostenbeitrag (Eintritt) beträgt 10 Euro für Mitglieder (Nichtmitglieder 12 Euro).

Treffpunkt: 21.2. um 13 Uhr am Antoniusplatz in Neunkirchen (ggf. Bildung von Fahrgemeinschaften)

Anmeldung bei Antje Fischer (Telefon: 02247/ 6581 oder antje.fischer67@gmxde)

Wir freuen uns auf Sie

Hans-Jürgen Parpart, 1. Vorsitzender Heimat – und Geschichtsverein


Bild: Drehorgelmuseum

Das Jahr 2025 neigte sich dem Ende zu. Für uns vom Heimat- und Geschichtsverein Neunkirchen-Seelscheid ein spannendes Jubiläumsjahr mit vielen Aktivitäten, Begegnungen und auch einer besonderen Ehrung, die uns in besonderer Dankbarkeit zurückblicken lässt. 40 Jahre HGV sind nicht ungesehen vorübergegangen und so wurde uns am 04. Dezember von der Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid die Auszeichnung „Ehrenamt des Jahres“ durch Bürgermeister Guido Vierkötter verliehen.

Es ist schön, dass die geleistete ehrenamtlich Arbeit gesehen und wertgeschätzt wird. Das gibt Schwung fürs nächste Jahr.

Und so danken wir allen Beteiligten, Mitgliedern und Lesern und freuen uns auf ein neues Jahr voller schöner Momente, Geschichten und Bilder in und aus unserer Gemeinde.

Christine Rettberg, Vorstand Heimat- und Geschichtsverein

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