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Das diesjährige Jahrbuch unter dem Motto „50 Jahre Neunkirchen-Seelscheid“ stand im Mittelpunkt unseres Standes am ersten Adventwochenende auf der Seelscheider Chreesmaat. Daneben präsentierten wir das Buch „Oberdorst einst und jetzt“. Dessen Herausgeber, allen voran Manfred Schönenberg, haben wir auch finanziell unterstützt. Beide Bücher stehen exemplarisch für unseren Ansatz, Ortsgeschichte - aber auch Geschichten - für die Nachwelt zu dokumentieren. Vielleicht können wir auch sie dafür begeistern!

Auch auf dem Neunkirchener Romantikweihnachtsmarkt werden wir wieder präsent sein. Ein Besuch lohnt sich!

Vom 14. bis 17. Mai führt uns die Jahresfahrt 2020 an die Bergstrasse. Wir freuen uns auf vielfältige Eindrücke, wenn wir von unserer Basis Heppenheim die Bergstraße oder auch Speyer erkunden. Die Fahrt ist aktuell schon ausgebucht, Sie können sich „nur“ auf der Nachrückerliste eintragen.

Hans-Jürgen Parpart, 1. Vors. Heimat- und Geschichtsverein Neunkirchen-Seelscheid

Seelscheider Chressmat 2019

 

Inhaltsverzeichnis Jahrbuch 2019

Stefan Franken,Alessandra Murazzo, Elina Romschinski
50 Jahre Neunkirchen-Seelscheid 1969–2019
Neugliederung der Gemeinden Neunkirchen und Seelscheid zur Großgemeinde Neunkirchen-Seelscheid

Christian Emrich, Friedrich Haarhaus, Angela Scharf
50 Jahre Evangelische Kirchengemeinde Neunkirchen
Zur Entstehung der Evangelischen Kirchengemeinde Neunkirchen
Die Evangelischen in Neunkirchen
Ein Dach über dem Kopf – die Gebäude der Evangelischen Kirchengemeinde
Vom Tauffenster zum Siegel

Erhard Sträßer
Die Geschichte der GGS „Am Wenigerbach“

Hans-Jürgen Parpart
50 Jahre CDU Neunkirchen-Seelscheid – Ein Rückblick

Renate Frohnhöfer, Bertold Horn, Eberhard Seiffe
50 Jahre FDP in Neunkirchen-Seelscheid

Ulrich Männig
50 Jahre Neunkirchen-Seelscheid aus sozialdemokratischer Sicht

Brigitte Herchenbach, Angela Scharf, Monika Gruchmann, Edit Müller, Adelheid Alefelder
Erinnerungen an 50 Jahre (zusammen) in Neunkirchen und Seelscheid
Goldhochzeit Brigitte und Josef Herchenbach
Goldhochzeit Doris und Gerd Groß
Neunkirchen – „Insel meiner Kindheit“
Doppelhochzeit im Hause Müller
Aller Anfang ist schwer

Bernhard Plitzko
Impressionen eines Spaziergangs an der Wahnbachtalsperre

Jahrbuch 2019

Vom 14. bis 17. Mai führt uns die Jahresfahrt 2020 in den Odenwald an die Bergstraße.  Von unserer Basis Heppenheim aus wollen wir Weinheim, Ladenburg, Speyer und das Kloster Lorsch besuchen. Wir freuen uns auf vielfältige Eindrücke.

Anmeldeunterlagen haben die Mitglieder mit dem Jahrbuch erhalten. Informationen und das Anmeldeformular finden Sie hier.

Informationen

Anmeldeformular

Am 1. August 1969 war der Geburtstag der Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid. Aus diesem Anlass hatten wir vor den Sommerferien zu einem historischen Rundgang in Neunkirchen und einem anschließenden Vortrag mit Hartmut Benz eingeladen. Eine große Besucherzahl genoss beide Veranstaltungen! Das Seelscheider Pendant musste krankheitsbedingt ausfallen, es wird aber nachgeholt!

Was also lag näher, als das Jahrbuch auch unter das Motto „50 Jahre Neunkirchen-Seelscheid“ zu stellen. Am Donnerstag, dem 21. November 2019, stellten wir es der Öffentlichkeit im Kreise der Autorinnen und Autoren vor, und der erste Stellvertreter von Bürgermeisterin Sander, Herr Galinsky, lobte: „Ein besonderes Jahrbuch!“ In bewährter Weise ging der Vorsitzende kurz auf die einzelnen Artikel ein und wies auf vier große inhaltliche Teilbereiche des Buches hin:

1. Die Entwicklung von Neunkirchen-Seelscheid in den letzten 50 Jahren, dargestellt durch Vertreter des Familienamts, wozu auch das Gemeindearchiv zählt – dafür herzlichen Dank! Weiterhin die bereits 1969 im Rat vertetenen Parteien, da ja der Rat wesentlich die Geschicke der Gemeinde bestimmt.

2. Auch die Evangelische Kirche Neunkirchen wurde dieses Jahr 50 Jahre alt! Sie kennzeichnet einen deutlichen Wandel nach dem Krieg, war Neunkirchen doch bis zum Beginn der Vierzigerjahre zu fast 100 Prozent katholisch!

3. 50 Jahre Grundschule Seelscheid „Am Wenigerbach“: In seinem Beitrag zeigt der langjährige Schulleiter Erhard Sträßer deren wechselhafte Entwicklung auf. Gleichzeitig spiegelt sie auch die Geschichte unserer gesamten Gemeinde wider.

4. Fünf Beiträge aus dem Leben von Bürgerinnen und Bürgern unserer Gemeinde, die dankenswerter Weise mit ihrem persönlichen Erleben der letzten 50 Jahre das Jahrbuch bereichern.

Sind Sie sind neugierig geworden? Das Jahrbuch ist wie üblich in der Buchhandlung Krein und den örtlichen Banken zum Preis von 10 Euro erhältlich. Vereinsmitglieder haben das Jahrbuch bereits erhalten. Besuchen Sie auch unseren Stand auf den Weihnachtsmärkten – wir freuen uns auf Sie!

Ihr Heimat-und Geschichtsverein Neunkirchen-Seelscheid
Hans-Jürgen Parpart, 1. Vorsitzender

Hierzu auch nachfolgender Bericht des Extra-Blattes (bitte anklicken):
 https://www.rheinische-anzeigenblaetter.de/mein-blatt/extra-blatt/neunkirchen-seelscheid/heimatblaetter---50-jahre-neunkirchen-seelscheid-50-jahre-pralles-leben-33505364

Im Vorfeld
Erste Eindrücke (1)
Erste Eindrücke (2)
Erste Eindrücke (3)
Die Autorinnen und Autoren (Foto Q. Bröhl)
Jahrbuch 2019

Terminhinweise des Heimat-und Geschichtsvereins
Die Wanderung am 07.09.2019 mit Hartmut Benz mußte leider krankheitsbedingt ausfallen und wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt. Ebenfalls muss der Vortrag von Hartmut Benz am 13.09.2019 verschoben werden.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Neunkirchen-Seelscheid hat dieses Jahr Geburtstag: Die Gemeinde wird 50 Jahre alt. Nach dem damaligen „Gesetz zur kommunalen Neugliederung des Raumes Bonn (Bonn-Gesetz)“ vom 10. Juni 1969 wurden die Gemeinden Neunkirchen und Seelscheid – nach vorhergehenden einstimmigen Ratsbeschlüssen – zur „neuen“ Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid zusammengefasst.

Die ursprünglich für den 1. Juli vorgesehene Zusammenlegung wurde jedoch wegen anhängiger Klageverfahren anderer Kommunen erst zum 1. August 1969 wirksam. Dies ist für den Heimat- und Geschichtsverein Anlass, sich diesem Geburtstag anzunehmen. Wir werden deshalb zum einen das Jahrbuch 2019 – Vorstellung geplant im November - unter dieses Motto stellen. Zum anderen wollen wir Ihnen rund um den Geburtstag unsere Gemeinde aus der Perspektive unseres Historikers Hartmut Benz nahebringen:

Im Juli ist uns dies in und für Neunkirchen gelungen. Nun folgt im September Seelscheid in 2 Veranstaltungen.

Landauf, Landab im Kirchspiel Seelscheid – Eine Wanderung mit Hartmut Benz
Treffpunkt ist am 7. September um 13:30 Uhr am Parkplatz des Gemeinde - / Evangelischen Friedhofs Seelscheid an der Frauenstraße. Die Wanderung geht wieder über Feld- und Waldwege, weshalb festes Schuhwerk angebracht ist und dauert ca. 3,5 Stunden.

Die Wanderung mußte leider krankheitsbedingt ausfallen und wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.

Seelscheid und seine „Nachbarschaft“ – Eine historische Betrachtung von Hartmut Benz
Die Veranstaltung wird am 13. September im Gasthof Röttgen um 19 Uhr beginnen
Auch diese Veranstaltung muss leider auf einen späteren Termin verschoben werden.

Die Veranstaltungen sind kostenlos.

Wir freuen uns auf Sie!

Der Vorstand des Heimat-und Geschichtsverein Neunkirchen-Seelscheid

Dorf Seelscheid

07. September 2019:
Landauf, Landab im Kirchspiel Seelscheid – Eine Wanderung mit Hartmut Benz
Treffpunkt Parkplatz des Evangelischen Friedhofs in Seelscheid um 13:30 Uhr
Die Wanderung mußte leider krankheitsbedingt ausfallen und wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.

08. September 2019:
Der Heimat- und Geschichtsverein auf dem Seelscheider Sommer http://termine.wir-nkse.de/event/5-seelscheider-sommer

13. September 2019:
Seelscheid und seine „Nachbarschaft“ – Eine historische Betrachtung von Hartmut Benz
Beginn 19:00 Uhr im Gasthof Röttgen
Die Veranstaltung muss leider krankheitsbedingt ausfallen und wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.

27. September 2019:
Der Heimat- und Geschichtsverein auf der Seniorenmesse in Neunkirchen

30. November 2019:
Der Heimat- und Geschichtsverein auf dem Seelscheider Chressmaart

14. + 15. Dezember:
Der Heimat- und Geschichtsverein auf dem 30. Romantik Weihnachtsmarkt in Neunkirchen

Am 12. Juli 2019 fand die Restaurierung des Wegekreuzes in Straßen mit der kirchlichen Weihe ihr vorläufiges Ende. Anwesend waren neben dem Vorstand des Heimat- und Geschichtsvereins und einigen Anwohnern ein Vertreter des Rhein-Sieg-Kreises und der stellvertretende Bürgermeister, Herr Galinsky, der die historische Bedeutung eines solchen Kreuzes hervorhob. Pastor Wierling und Pfarrer Schleef feierten mit uns einen kleinen, von Gesang begleiteten ökumenischen Gottesdienst, in dem auch sie auf die Bedeutung der Wegekreuze als Wegweiser und darüber hinaus als sichtbares Zeichen des Glaubens eingingen. Am Ende der Feier stand die Neueinsegnung des Kreuzes.

Zuvor ging der Vorsitzende des Heimat- und Geschichtsvereins noch einmal kurz auf die Geschichte der Restaurierung ein. Gerd Streichardt, damals Vorsitzender des Heimat- und Geschichtsvereins Lohmar, traf sich im März 2016 mit den beiden Vorsitzenden Elisabeth Pützstück und Hans-Jürgen Parpart am Kreuz, das kirchlich zu Lohmar-Birk gehört. Gemeinsam stellten sie den bedauernswerten Zustand des Kreuzes fest: Es war sehr verschmutzt und hatte an etlichen Stellen der Oberfläche Abplatzungen, tiefe Risse waren erkennbar, und zudem war das Kreuz nicht mehr standsicher.

Dass dies nicht so bleiben könne, war schnell klar, und so wurde in enger Zusammenarbeit mit den Denkmalschutzbehörden die Restaurierung in Angriff genommen. Sie wurde dann 2017/2018 durch den renommierten Restaurator Rainer Pape nach den aktuellen Vorgaben des Denkmalschutzes vorgenommen. Hier stand nicht die Wiederherstellung des früheren Zustandes im Vordergrund, sondern die Erhaltung des alten Kreuzes bzw. dessen, was davon übrig ist. Was war nun zu tun?

Das Kreuz wurde vorsichtig gereinigt, um die Oberfläche nicht weiter zu schädigen. Dabei wurden die beiden Steinarten wieder deutlich sichtbar, aus denen das Kreuz gefertigt wurde, Drachenfelstrachyt und Bergische Grauwacke - eine früher, das Kreuz ist mit über 300 Jahren das älteste in der Gemeinde, übliche Vorgehensweise, um Kosten zu sparen: Transporte von den Steinbrüchen waren langwierig und teuer, und so nahm der Steinmetz, was er hatte.

An vielen Stellen war das Kreuz zerbrochen und musste mit Edelstahldübeln und Edelstahlarmierungen aufwändig stabilisiert werden. Nun steht es wieder sicher. Die Abplatzungen waren nicht zu retten und wurden entfernt, bis wieder eine festere Verbindung der 1985 hydrophobierten oberen Schicht mit dem übrigen Stein erkennbar war. Die Fehlstellen wurden mit Restaurierungsmörtel aufgefüllt, der in der Ursprungsfarbe des Steins, dieser ist mit der Zeit dunkler geworden, eingefärbt ist. Daher rührt das etwas „bunte“ aktuelle Aussehen. Durch Umwelteinflüsse werden sich im Laufe der Jahre die Farben angleichen. Das noch bis vor wenigen Jahren übliche Beschichten mit einer Schlämmlasur gehört heute nicht mehr zur fachgerechten Restaurierung. Erkennbare Unterschiede zwischen dem Ursprungsstein und den Antragsarbeiten der früheren und der heutigen Zeit sollen sichtbar sein, um erkennbar zu machen, was das Original ist. Dies ist vom Landeskonservator ausdrücklich gewollt.

Das Wegekreuz und die Drei-Kronen-Linde – beide sind ein Symbol für die Heilige Dreifaltigkeit des Herrn - gehören untrennbar zusammen, und so ist es uns ein Anliegen, dass dieses in Gänze wieder erkennbarer wird. Leider ist der Baum, der zuletzt 1985 auf drei Kronen zurückgeschnitten wurde, krank und nicht mehr so belastbar wie in früheren Zeiten. In Gesprächen mit dem Vertreter des Rhein-Sieg-Kreises konnten wir aber deutlich machen, dass uns eine Annäherung an den alten tradierten, nun leider verlorenen Schnitt, ein Anliegen ist. Er sagte zu, dies aufzugreifen. Deshalb ist mit der Einsegnung des Kreuzes erst ein vorläufiges Ende der Restaurierung erreicht.

Hans-Jürgen Parpart
Erster Vorsitzender Heimat– und Geschichtsverein Neunkirchen-Seelscheid e.V.

Kreuz unter der Dreikronenlinde
Pfarrer Schleef und Wierling beim Gottesdienst
Segnung des Kreuzes
Restauriertes Kreuz

Am 15. und 17. Juli unternahm der Heimat- und Geschichtsverein mit Hartmut Benz anlässlich des 50-ten Geburtstages der Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid zwei Ausflüge in die Geschichte von Neunkirchen – es sei schon hier gesagt: Der Ausflug in die Geschichte Seelscheids folgt am 7. und 13. September. Zunächst waren wir wirklich auf Schusters Rappen unterwegs und haben die Geschichte erwandert.

Fast 50 Personen machten sich an der Wendmühle, mindestens von 1623 bis 1956 als Mühle betrieben, auf den Weg über den historischen Ortsteil Höfferhof nach Eischeid, namensgebend für eine der vier Honschaften der Gemeinde Neunkirchen. Deutlich wurde, dass Entfernungen früher eine größere Rolle spielten als heute: In Eischeid war von 1820-1828 der Wohn- und damit auch Dienstsitz des Bürgermeisters von Neunkirchen und der Ort hatte von 1887-1972 eine Volksschule. Über Krawinkel ging es nach Hülscheid, stets einwohnerstärkster Ort des Pfarrbezirks Hermerath, wo sich die Teilnehmer bei einer Rast stärken konnten. Brackemich und Balensiefen waren weitere Stationen, an denen wie in den Orten zuvor Hartmut Benz Historisches zu den Orten oder zu mit ihnen verbundenen Personen erläuterte. Bevor die Wanderung in Wendmühle endete, war Station in Söntgerath: Urkundlich bereits 1296 erwähnt war auch Söntgerath namensgebend für eine Honschaft. Bereits 1892 wurde mit der Gründung des Männergesangverein Gemütlichkeit Söntgerath eine heute noch lebendige Institution ins Leben gerufen. Ein lohnender und interessanter Nachmittag, so die einhellige Meinung.

So nimmt es nicht Wunder, dass sich etliche der Wanderer von Montag am Mittwochabend wieder im Landgasthaus Herchenbach in Eischeid einfanden, um mit knapp 70 ZuhörerInnen, darunter Bürgermeisterin Nicole Sander, durch einen Vortrag von Hartmut Benz in die Geschichte Neunkirchens einzutauchen. Das Kirchspiel Neunkirchen war gleichzeitig kirchliches und weltliches Ordnungselement und damit eingebunden in Hierarchie und Nachbarschaft, jedoch war das Leben im Wesentlichen auf das Kirchspiel begrenzt. Zentrales Element des gemeinschaftlichen Lebens waren der Besuch des Gottesdienstes oder die beiden Jahrmärkte in Frühjahr und Herbst. Reisen in Nachbargemeinden waren beschwerlich und selten, zum Handeltreiben oder aber zur Gerichtsbarkeit. So erklärt es sich, dass auch die Beziehungen nach Seelscheid eher spärlich waren, zumal es nur eine einzige Brücke über den Wahnbach gab. Mit dem Einzug der „Neuen Lehre“ Luthers in Seelscheid (1587) wurden die Hürden eher größer als kleiner, obwohl Seelscheid bis 1698 noch zum Kirchspiel Neunkirchen gehörte. Die Religion, so führte Hartmut Benz aus, bestimmte bis ins 20. Jahrhundert hinein das Leben und der Pfarrer war die Instanz in der Gemeinde. Erst in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts ging der Einfluss zurück und gleichzeitig machte die Mobilität deutliche Fortschritte. Mit den Flüchtlingen nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Zuzug aus den umliegenden Stätten wurden die alten Unterschiede geringer. Mit dem Zusammenschluss 1969 wurden dann aus den beiden Gemeinden und dem Amt Neunkirchen die heutige Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid.

Lassen Sie uns gespannt sein, wenn uns Hartmut Benz nach den Ferien Seelscheid und seine Nachbarschaft aus Seelscheider Sicht aufzeigt!

Hans-Jürgen Parpart
Erster Vorsitzender Heimat – und Geschichtsverein Neunkirchen – Seelscheid e.V.

Die Gruppe am Start
Hartmut Benz hat nahe Höfferhof gespannte Zuhörer
Nach der Stärkung
Die Gruppe passiert Hülscheid

Fast dreißig Gäste sind am 11. Juli der Einladung des Heimat- und Geschichtsvereins gefolgt, um mehr über die das Ortsbild prägende Kirche zu erfahren. Herr Dieter Siebert-Gasper beschäftigt sich seit vielen Jahren mit ihrer Entstehungsgeschichte und der kunsthistorischen Einordnung. So erfuhren wir zunächst, dass wohl schon vor der ersten urkundlichen Erwähnung Neunkirchens im Jahre 1178 hier eine Kirche stand. Im Zuge der Jahrhunderte wurde der älteste Teil, eine sogenannte Grabkirche, immer mehr zu dem romanischen Teil der heutigen Kirche erweitert. Einzelne Schritte machte Dieter Siebert-Gasper an Details wie Anschlussfugen und Achsversetzungen deutlich. In den Jahren 1913/15 wurde dann im Norden nach Abriss eines Seitenschiffs der neugotische Teil angebaut.
Großen Raum nahmen die Erläuterung der Gewölbemalereien im romanischen Chor ein, die erst 1952/53 bei Arbeiten in der Kirche entdeckt und freigelegt wurden. Herr Siebert-Gasper konnte, auch wenn manches nur noch schwer erkennbar ist, die Darstellungen zur Geheimen Offenbarung des Johannes mit der Anbetung des Lammes und zu den 4 apokalyptischen Reitern vor dem Auge des Betrachters sichtbar werden lassen.
Sankt Margareta ist eine außergewöhnliche Kirche, deren Besonderheiten sich nicht auf den ersten Blick erschließen.
Am Ende der Führung konnten wir dann über hundert Euro zu Gunsten des Erhalts der Kirche sammeln.

Hans-Jürgen Parpart, 1. Vors. Heimat – und Geschichtsverein

Deckenmalerei im romanischen Chor
Dieter Siebert-Gasper erläutert
Der romanische Teil

Terminhinweise des Heimat- und Geschichtsvereins

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Neunkirchen-Seelscheid hat dieses Jahr Geburtstag: Die Gemeinde wird 50 Jahre alt. Nach dem damaligen „Gesetz zur kommunalen Neugliederung des Raumes Bonn (Bonn-Gesetz)“ vom 10. Juni 1969 wurden die Gemeinden Neunkirchen und Seelscheid – nach vorhergehenden einstimmigen Ratsbeschlüssen – zur „neuen“ Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid zusammengefasst.

Die ursprünglich für den 1. Juli vorgesehene Zusammenlegung wurde jedoch wegen anhängiger Klageverfahren anderer Kommunen erst zum 1. August 1969 wirksam. Dies ist für den Heimat- und Geschichtsverein Anlass, sich diesem Geburtstag anzunehmen. Wir werden deshalb zum einen das Jahrbuch 2019 unter dieses Motto stellen. Wenn Sie auch ein 50-jähriges Jubiläum „1969 bis 2019“ haben und zum Jahrbuch beitragen wollen, wenden Sie sich bitte an eines unserer Vorstandsmitglieder!

Zum anderen wollen wir Ihnen rund um den Geburtstag Neunkirchen und Seelscheid auch unmittelbar aus der Perspektive unseres Historikers Hartmut Benz in vier Veranstaltungen nahebringen:

Landauf, Landab im Kirchspiel Neunkirchen – Eine Wanderung mit Hartmut Benz
Treffpunkt ist am 15. Juli um 13:30 Uhr an der Wendmühle (für das Navi: Neunkirchen-Seelscheid, Zur Wende (32)/Kreuzung Grafenwieserweg ). Die Wanderung (ca. 9 km) geht über Feld- und Waldwege, weshalb festes Schuhwerk angebracht ist und dauert ca. 3,5 Stunden

Neunkirchen und seine „Nachbarschaft“ – Eine historische Betrachtung von Hartmut Benz
Die Veranstaltung wird am 17. Juli um 19 Uhr im Landgasthaus „Herchenbach“ in Eischeid beginnen.

Landauf, Landab im Kirchspiel Seelscheid – Eine Wanderung mit Hartmut Benz
Treffpunkt ist am 7. September um 13:30 Uhr am Parkplatz des Evangelischen Friedhofs Seelscheid an der Frauenstraße. Die Wanderung geht wieder über Feld- und Waldwege, weshalb festes Schuhwerk angebracht ist und dauert ca. 3,5 Stunden

Seelscheid und seine „Nachbarschaft“ – Eine historische Betrachtung von Hartmut Benz
Die Veranstaltung wird am 13. September um 19 Uhr beginnen. Der Ort steht noch nicht fest.

Die Veranstaltungen sind kostenlos.

Wir freuen uns auf Sie!

Der Vorstand des Heimat-und Geschichtsverein Neunkirchen-Seelscheid

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