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Unsere nächste Exkursion führt uns am Freitag, den 13. März nach Siegburg, wo wir auf dem Michealsberg die Abtei – heute das Katholisch Soziale Institut – besichtigen wollen. Der Besuch soll bei Kaffee und Kuchen im „Anno 17“ enden. Wir treffen uns um 13:15 Uhr am Antoniusplatz, um wieder in Fahrgemeinschaften aufzubrechen. Bei begrenzter Teilnehmerzahl bitte Anmeldung an Gisela Arnolds (Tel.: 2910).

Am Samstag, den 1. Februar führte uns die erste Exkursion des Jahres in den Bonner Ortsteil Villich - Rheindorf. Dort wurden wir von Martin Vollberg erwartet, der uns an diesem verregneten Vormittag die romanische, 1151 geweihte Kirche und ihr bewegtes Schicksal fachkundig nahebrachte. Gegründet von Arnold von Wied und als doppelgeschossige kreuzförmige Kapelle erbaut, wurde sie kurz darauf schon erweitert und als Benediktinerinnenkloster sowie als Stift genutzt. Ihre wechselhafte Geschichte hätte beinahe zu Beginn des 19. Jahrhunderts nach einer Nutzung als Stall und Scheune ein Ende genommen, hätte sich nicht Preußen als neuer Herrscher im Rheinland der Kirche angenommen. Bis 1865 saniert wurden die verdeckten alten Deckengemälde im 19. und 20. Jahrhundert wieder freigelegt. Seit 1973 erstrahlt sie nun farbenprächtig in der heutigen Gestalt.

Angesichts des Regens waren die ca. 25 Besucher froh, dass die „äußere“ Gestalt nicht im Freien, sondern auf der Galerie der ursprünglichen Wehrkirche erklärt wurde. Beeindruckend waren die Erläuterungen zur Verschiedenartigkeit der Kapitelle mit dem religiösen und zeitgeschichtlichen Hintergrund des 12. Jahrhunderts. Danach ging‘s in die Kirche, wo Herr Vollberg uns deutlich machen konnte, dass Ober – und Unterkirche geschickt durch eine achteckige Deckenöffnung sehr wohl verbunden sind und von daher der Begriff Doppelkirche durchaus irreführend sein könnte. Die Erklärung der Deckengemälde offenbarte zum einen, dass historisch korrekt vom Standpunkt abhängt: Ist es der Ursprung im 12. Jahrhundert, der nüchterne Anblick im 16. Jahrhundert oder der nach Freilegung im 19. Jahrhundert? Beeindruckend ist zum anderen die Macht der Bildersprache, die sich dem des Lesens Unkundigen im Mittelalter viel mehr erschloss, als dem durch bewegte Bilder verwöhnten Betrachter heute. Der Besuch, so einhellige Auffassung, hat sich gelohnt.

Hans-Jürgen Parpart
Erster Vorsitzender Heimat– und Geschichtsverein Neunkirchen - Seelscheid e.V.

Galerie
Herr Vollberg erklärt die Kapitelle
Detailreiches Kapitell
Blick durch das verbindende Achteck in die Oberkirche
Deckengemälde in der Oberkirche
Deckengemälde in der Unterkirche
Die Doppelkirche mit dem mächtigen Zentralbau

Einladung zur Mitgliederversammlung

Zur Mitgliederversammlung des Heimat- & Geschichtsverein Neunkirchen-Seelscheid am Freitag, den 27. März 2020, 19.00 Uhr, in Seelscheid im Gasthof „Röttgen“ (Kirchweg 6) lade ich herzlich ein.

Tagesordnung:
1. Genehmigung und ggf. Erweiterung der Tagesordnung
2. Geschäftsbericht des Vorsitzenden
3. Vorlage der Jahresrechnung durch die Kassiererin
4. Bericht der Kassenprüfer
5. Entlastung der Kassiererin und des Vorstands
6. Neuwahl des Vorstands, des Beirats und der Kassenprüfer
7. Verschiedenes

Für den traditionellen Abschlussvortrag konnten wir Herrn Dieter Siebert – Gasper gewinnen. Er wird über Bau und Untergang der Wahnbachtalstraße referieren.

Hans-Jürgen Parpart, 1. Vorsitzender

Auch 2019 war der Weihnachtsmarkt Neunkirchen an St. Margareta die letzte Aktivität des Heimat – und Geschichtsvereins im Jahr. Unser Jahrbuch 2019, das unter dem Motto 50 Jahre Neunkirchen-Seelscheid steht, fand großes Interesse. Wer noch ein Weihnachtsgeschenk sucht, findet es bei der Buchhandlung Krein oder bei den örtlichen Banken.
Unsere Jahresfahrt an die Bergstraße fand ein so großes Interesse, dass diese ausgebucht ist und die Nachrückerliste ist auch schon lang.
Unsere Exkursionen werden uns 2020 absehbar zur Doppelkirche St. Maria und St. Clemens in Schwarzrheindorf, zum Kloster Heisterbach und den Petersberg führen und auch die "neue" Abtei auf dem Michaelsberg haben wir uns vorgenommen. Daneben werden wir die ausgefallenen Veranstaltungen mit Hartmut Benz zum Thema "Seelscheid" nachholen. Wir informieren Sie an dieser Stelle und auf unserer Homepage hgv-nks.de wie gewohnt.
Wir freuen uns auf Sie und wünschen Ihnen besinnliche Tage, ein frohes Fest und ein Gutes Jahr 2020
Hans-Jürgen Parpart
Erster Vorsitzender Heimat-und Geschichtsverein Neunkirchen-Seelscheid

St. Margareta
Unser Stand

Das diesjährige Jahrbuch unter dem Motto „50 Jahre Neunkirchen-Seelscheid“ stand im Mittelpunkt unseres Standes am ersten Adventwochenende auf der Seelscheider Chreesmaat. Daneben präsentierten wir das Buch „Oberdorst einst und jetzt“. Dessen Herausgeber, allen voran Manfred Schönenberg, haben wir auch finanziell unterstützt. Beide Bücher stehen exemplarisch für unseren Ansatz, Ortsgeschichte - aber auch Geschichten - für die Nachwelt zu dokumentieren. Vielleicht können wir auch sie dafür begeistern!

Auch auf dem Neunkirchener Romantikweihnachtsmarkt werden wir wieder präsent sein. Ein Besuch lohnt sich!

Vom 14. bis 17. Mai führt uns die Jahresfahrt 2020 an die Bergstrasse. Wir freuen uns auf vielfältige Eindrücke, wenn wir von unserer Basis Heppenheim die Bergstraße oder auch Speyer erkunden. Die Fahrt ist aktuell schon ausgebucht, Sie können sich „nur“ auf der Nachrückerliste eintragen.

Hans-Jürgen Parpart, 1. Vors. Heimat- und Geschichtsverein Neunkirchen-Seelscheid

Seelscheider Chressmat 2019

 

Vom 14. bis 17. Mai führt uns die Jahresfahrt 2020 in den Odenwald an die Bergstraße.  Von unserer Basis Heppenheim aus wollen wir Weinheim, Ladenburg, Speyer und das Kloster Lorsch besuchen. Wir freuen uns auf vielfältige Eindrücke.

Anmeldeunterlagen haben die Mitglieder mit dem Jahrbuch erhalten. Informationen und das Anmeldeformular finden Sie hier.

Informationen

Anmeldeformular

Am 1. August 1969 war der Geburtstag der Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid. Aus diesem Anlass hatten wir vor den Sommerferien zu einem historischen Rundgang in Neunkirchen und einem anschließenden Vortrag mit Hartmut Benz eingeladen. Eine große Besucherzahl genoss beide Veranstaltungen! Das Seelscheider Pendant musste krankheitsbedingt ausfallen, es wird aber nachgeholt!

Was also lag näher, als das Jahrbuch auch unter das Motto „50 Jahre Neunkirchen-Seelscheid“ zu stellen. Am Donnerstag, dem 21. November 2019, stellten wir es der Öffentlichkeit im Kreise der Autorinnen und Autoren vor, und der erste Stellvertreter von Bürgermeisterin Sander, Herr Galinsky, lobte: „Ein besonderes Jahrbuch!“ In bewährter Weise ging der Vorsitzende kurz auf die einzelnen Artikel ein und wies auf vier große inhaltliche Teilbereiche des Buches hin:

1. Die Entwicklung von Neunkirchen-Seelscheid in den letzten 50 Jahren, dargestellt durch Vertreter des Familienamts, wozu auch das Gemeindearchiv zählt – dafür herzlichen Dank! Weiterhin die bereits 1969 im Rat vertetenen Parteien, da ja der Rat wesentlich die Geschicke der Gemeinde bestimmt.

2. Auch die Evangelische Kirche Neunkirchen wurde dieses Jahr 50 Jahre alt! Sie kennzeichnet einen deutlichen Wandel nach dem Krieg, war Neunkirchen doch bis zum Beginn der Vierzigerjahre zu fast 100 Prozent katholisch!

3. 50 Jahre Grundschule Seelscheid „Am Wenigerbach“: In seinem Beitrag zeigt der langjährige Schulleiter Erhard Sträßer deren wechselhafte Entwicklung auf. Gleichzeitig spiegelt sie auch die Geschichte unserer gesamten Gemeinde wider.

4. Fünf Beiträge aus dem Leben von Bürgerinnen und Bürgern unserer Gemeinde, die dankenswerter Weise mit ihrem persönlichen Erleben der letzten 50 Jahre das Jahrbuch bereichern.

Sind Sie sind neugierig geworden? Das Jahrbuch ist wie üblich in der Buchhandlung Krein und den örtlichen Banken zum Preis von 10 Euro erhältlich. Vereinsmitglieder haben das Jahrbuch bereits erhalten. Besuchen Sie auch unseren Stand auf den Weihnachtsmärkten – wir freuen uns auf Sie!

Ihr Heimat-und Geschichtsverein Neunkirchen-Seelscheid
Hans-Jürgen Parpart, 1. Vorsitzender

Hierzu auch nachfolgender Bericht des Extra-Blattes (bitte anklicken):
 https://www.rheinische-anzeigenblaetter.de/mein-blatt/extra-blatt/neunkirchen-seelscheid/heimatblaetter---50-jahre-neunkirchen-seelscheid-50-jahre-pralles-leben-33505364

Im Vorfeld
Erste Eindrücke (1)
Erste Eindrücke (2)
Erste Eindrücke (3)
Die Autorinnen und Autoren (Foto Q. Bröhl)
Jahrbuch 2019

Terminhinweise des Heimat-und Geschichtsvereins
Die Wanderung am 07.09.2019 mit Hartmut Benz mußte leider krankheitsbedingt ausfallen und wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt. Ebenfalls muss der Vortrag von Hartmut Benz am 13.09.2019 verschoben werden.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Neunkirchen-Seelscheid hat dieses Jahr Geburtstag: Die Gemeinde wird 50 Jahre alt. Nach dem damaligen „Gesetz zur kommunalen Neugliederung des Raumes Bonn (Bonn-Gesetz)“ vom 10. Juni 1969 wurden die Gemeinden Neunkirchen und Seelscheid – nach vorhergehenden einstimmigen Ratsbeschlüssen – zur „neuen“ Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid zusammengefasst.

Die ursprünglich für den 1. Juli vorgesehene Zusammenlegung wurde jedoch wegen anhängiger Klageverfahren anderer Kommunen erst zum 1. August 1969 wirksam. Dies ist für den Heimat- und Geschichtsverein Anlass, sich diesem Geburtstag anzunehmen. Wir werden deshalb zum einen das Jahrbuch 2019 – Vorstellung geplant im November - unter dieses Motto stellen. Zum anderen wollen wir Ihnen rund um den Geburtstag unsere Gemeinde aus der Perspektive unseres Historikers Hartmut Benz nahebringen:

Im Juli ist uns dies in und für Neunkirchen gelungen. Nun folgt im September Seelscheid in 2 Veranstaltungen.

Landauf, Landab im Kirchspiel Seelscheid – Eine Wanderung mit Hartmut Benz
Treffpunkt ist am 7. September um 13:30 Uhr am Parkplatz des Gemeinde - / Evangelischen Friedhofs Seelscheid an der Frauenstraße. Die Wanderung geht wieder über Feld- und Waldwege, weshalb festes Schuhwerk angebracht ist und dauert ca. 3,5 Stunden.

Die Wanderung mußte leider krankheitsbedingt ausfallen und wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.

Seelscheid und seine „Nachbarschaft“ – Eine historische Betrachtung von Hartmut Benz
Die Veranstaltung wird am 13. September im Gasthof Röttgen um 19 Uhr beginnen
Auch diese Veranstaltung muss leider auf einen späteren Termin verschoben werden.

Die Veranstaltungen sind kostenlos.

Wir freuen uns auf Sie!

Der Vorstand des Heimat-und Geschichtsverein Neunkirchen-Seelscheid

Dorf Seelscheid

Am 12. Juli 2019 fand die Restaurierung des Wegekreuzes in Straßen mit der kirchlichen Weihe ihr vorläufiges Ende. Anwesend waren neben dem Vorstand des Heimat- und Geschichtsvereins und einigen Anwohnern ein Vertreter des Rhein-Sieg-Kreises und der stellvertretende Bürgermeister, Herr Galinsky, der die historische Bedeutung eines solchen Kreuzes hervorhob. Pastor Wierling und Pfarrer Schleef feierten mit uns einen kleinen, von Gesang begleiteten ökumenischen Gottesdienst, in dem auch sie auf die Bedeutung der Wegekreuze als Wegweiser und darüber hinaus als sichtbares Zeichen des Glaubens eingingen. Am Ende der Feier stand die Neueinsegnung des Kreuzes.

Zuvor ging der Vorsitzende des Heimat- und Geschichtsvereins noch einmal kurz auf die Geschichte der Restaurierung ein. Gerd Streichardt, damals Vorsitzender des Heimat- und Geschichtsvereins Lohmar, traf sich im März 2016 mit den beiden Vorsitzenden Elisabeth Pützstück und Hans-Jürgen Parpart am Kreuz, das kirchlich zu Lohmar-Birk gehört. Gemeinsam stellten sie den bedauernswerten Zustand des Kreuzes fest: Es war sehr verschmutzt und hatte an etlichen Stellen der Oberfläche Abplatzungen, tiefe Risse waren erkennbar, und zudem war das Kreuz nicht mehr standsicher.

Dass dies nicht so bleiben könne, war schnell klar, und so wurde in enger Zusammenarbeit mit den Denkmalschutzbehörden die Restaurierung in Angriff genommen. Sie wurde dann 2017/2018 durch den renommierten Restaurator Rainer Pape nach den aktuellen Vorgaben des Denkmalschutzes vorgenommen. Hier stand nicht die Wiederherstellung des früheren Zustandes im Vordergrund, sondern die Erhaltung des alten Kreuzes bzw. dessen, was davon übrig ist. Was war nun zu tun?

Das Kreuz wurde vorsichtig gereinigt, um die Oberfläche nicht weiter zu schädigen. Dabei wurden die beiden Steinarten wieder deutlich sichtbar, aus denen das Kreuz gefertigt wurde, Drachenfelstrachyt und Bergische Grauwacke - eine früher, das Kreuz ist mit über 300 Jahren das älteste in der Gemeinde, übliche Vorgehensweise, um Kosten zu sparen: Transporte von den Steinbrüchen waren langwierig und teuer, und so nahm der Steinmetz, was er hatte.

An vielen Stellen war das Kreuz zerbrochen und musste mit Edelstahldübeln und Edelstahlarmierungen aufwändig stabilisiert werden. Nun steht es wieder sicher. Die Abplatzungen waren nicht zu retten und wurden entfernt, bis wieder eine festere Verbindung der 1985 hydrophobierten oberen Schicht mit dem übrigen Stein erkennbar war. Die Fehlstellen wurden mit Restaurierungsmörtel aufgefüllt, der in der Ursprungsfarbe des Steins, dieser ist mit der Zeit dunkler geworden, eingefärbt ist. Daher rührt das etwas „bunte“ aktuelle Aussehen. Durch Umwelteinflüsse werden sich im Laufe der Jahre die Farben angleichen. Das noch bis vor wenigen Jahren übliche Beschichten mit einer Schlämmlasur gehört heute nicht mehr zur fachgerechten Restaurierung. Erkennbare Unterschiede zwischen dem Ursprungsstein und den Antragsarbeiten der früheren und der heutigen Zeit sollen sichtbar sein, um erkennbar zu machen, was das Original ist. Dies ist vom Landeskonservator ausdrücklich gewollt.

Das Wegekreuz und die Drei-Kronen-Linde – beide sind ein Symbol für die Heilige Dreifaltigkeit des Herrn - gehören untrennbar zusammen, und so ist es uns ein Anliegen, dass dieses in Gänze wieder erkennbarer wird. Leider ist der Baum, der zuletzt 1985 auf drei Kronen zurückgeschnitten wurde, krank und nicht mehr so belastbar wie in früheren Zeiten. In Gesprächen mit dem Vertreter des Rhein-Sieg-Kreises konnten wir aber deutlich machen, dass uns eine Annäherung an den alten tradierten, nun leider verlorenen Schnitt, ein Anliegen ist. Er sagte zu, dies aufzugreifen. Deshalb ist mit der Einsegnung des Kreuzes erst ein vorläufiges Ende der Restaurierung erreicht.

Hans-Jürgen Parpart
Erster Vorsitzender Heimat– und Geschichtsverein Neunkirchen-Seelscheid e.V.

Kreuz unter der Dreikronenlinde
Pfarrer Schleef und Wierling beim Gottesdienst
Segnung des Kreuzes
Restauriertes Kreuz
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