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Jahresfahrt des HuGV, ein Reisebericht

Die Fahrt hatte 41 Reiseteilnehmer/innen und war damit ausgebucht, unser Hotel war das sehr gute „Hotel Fürstenhof“ in Bad Kreuznach. Abgesehen von einem Regenguss am Donnerstagnachmittag in Bad Kreuznach hatten wir trockenes, zum Teil gutes zum Schluss der Reise hin sehr gutes Wetter, was der Stimmung in unserer Gruppe natürlich sehr zu Gute kam. Immer wieder nett das Miteinander der Teilnehmer unserer Jahresfahrten!

Lesen Sie unseren ausführlichen Bericht mit begleitenden Fotos!

1. Tag

Am Morgen startete unsere Reisegruppe zwischen 8:30 Uhr und 8:45 Uhr von Seelscheid und Neunkirchen aus in Richtung Bad Kreuznach. Bei recht durchwachsenem Wetter verlief der erste Teil der Fahrt insgesamt entspannt und bot bereits Gelegenheit zu ersten Gesprächen und Vorfreude auf die gemeinsame Zeit.

Zur Halbzeit der Strecke legten wir einen Aufenthalt im Kloster Maria Laach ein. Dort hatten alle Teilnehmenden genügend Zeit, die beeindruckende Klosteranlage auf sich wirken zu lassen. Ein Spaziergang zum Ufer des Laacher Sees war möglich, dessen ruhige Atmosphäre zum kurzen Verweilen einlud. Darüber hinaus bestand die Möglichkeit, eine kleine Stärkung einzunehmen und die eindrucksvolle Klosterbasilika zu besichtigen, die mit ihrer romanischen Architektur, insbesondere mit dem dem Eingang vorgelagerten Paradies, zu den bedeutenden Sakralbauten Deutschlands zählt.

Um 12:30 Uhr setzten wir unsere Fahrt nach Bad Kreuznach fort und erreichten rechtzeitig unseren nächsten Programmpunkt. Um 14:30 Uhr begann eine interessante Führung durch die historische Altstadt. Dabei erfuhren wir viel Wissenswertes über die Geschichte und Entwicklung der Stadt. Anschließend ging die Führung durch den Park in das Römermuseum, wo wir spannende Einblicke in das Leben und die Kultur der Römer in dieser Region erhielten. Herausragend hier die beiden großen Bodenmosaike, authentisch und an Ort und Stelle, wie sie in der gigantischen Römervilla der Antike erstellt worden waren und in situ bis heute überdauert haben. Die Führung endete gegen 17:00 Uhr und wir machten uns auf den Weg zum Hotel.

Um 17:15 Uhr erfolgte der CheckIn im Hotel Fürstenhof. Nach einer kurzen Erholungspause traf sich die Gruppe um 18:30 Uhr zu einem gemeinsamen Abendessen im italienischen Restaurant „Al Fiume“, das direkt an der Nahe gelegen ist. In angenehmer Atmosphäre genossen wir die uns gebotenen italienischen Spezialitäten und ließen die Erlebnisse des Tages Revue passieren.

Den Abschluss des gelungenen Tages bildete ein gemütliches Beisammensein an der Hotelbar. In entspannter Stimmung klang der erste Reisetag in geselliger Runde aus. Alle waren sich einig, dass der abwechslungsreiche Tag einen gelungenen Auftakt für den weiteren Aufenthalt in der Region darstellte.

2. Tag

Nach dem sehr guten Frühstück im Hotel starteten wir um 9:15 Uhr zur Fahrt nach Ingelheim. Dort erwarteten unsere große Gruppe gleich drei Gästeführer/innen. Zunächst besichtigten wir die Merowingergräber (6. Jhdt.) in St. Remigius, bevor wir die beeindruckende Kaiserpfalz Karls des Großen erkundeten. Die Anlage erwies sich als herausragende historische Stätte mit einem herrlichen Blick über den Rhein bis hin zum Rheingau. Die gewaltigen Ausmaße dieser Pfalz sind in Niederingelheim noch heute an vielen Stellen gut sichtbar und vermitteln einen eindrucksvollen Eindruck ihrer einstigen Bedeutung.

Zur Mittagszeit kehrten wir mit unserer großen Reisegruppe in einer Backstube ein und stärkten uns für den weiteren Tag. Um 13:15 Uhr ging es dann weiter nach Mainz.

Hier wurden wir um 14:00 Uhr an St. Stephan von einer Gästeführerin und einem Gästeführer in Empfang genommen. Zunächst besuchten wir die Kirche mit ihren fantastischen Chagall-Fenstern, die durch ihre Farbenpracht und besondere Atmosphäre beeindrucken. Anschließend führte uns ein Rundgang durch die Mainzer Altstadt, bei dem wir viele interessante Einblicke in Geschichte und Gegenwart der Landeshauptstadt von Rheinlandpfalz erhielten. Wir hatten für den Tag hier wie dort großes Glück mit den kompetenten und umgänglichen Stadt-/Gästeführern/innen.

Nach einer größeren Pause traf sich die Gruppe um 18:00 zum gemeinsamen Abendessen in der Weinstube „Augustinerkeller“, die ihren Namen von der benachbarten Augustinerkirche her hat. Bei gutem Essen in stimmungsvollem Ambiente, untermalt von einer launigen Gesangsdarbietung einer anwesenden Männergruppe, klang der Besuch in Mainz aus. Nach der Rückfahrt nach Bad Kreuznach ins Hotel ließen wir den erlebnisreichen Tag gemütlich in der Hotelbar ausklingen.

3. Tag

Am folgenden Tag stand eine Bustour entlang der Nahe und durch das umliegende Hügelland auf dem Programm. Thematischer Schwerpunkt für diesen Tag war das Leben und Wirken der Heiligen Hildegard von Bingen (1098 – 1179).

Einen derartigen „Tag auf dem Bus“ haben wir auf unseren Jahrestouren fast immer im Programm, um über eine Gästeführung Land und Leute, Geschichte und Traditionen der jeweiligen Region kennenzulernen. Dieses Jahr hatten wir eine ausgesprochen kenntnisreiche Gästeführerin, die nach Absprache den Tag bestens einrichtete, auch im Hinblick darauf, dass wir einige recht hochbetagte Reiseteilnehmer/innen haben.

Erster Halt war Bad Münster am Stein-Ebernburg. Dort beeindruckten vor allem die großen Gradierwerke, die ursprünglich der Gesundheit und insbesondere der Erholung der Atemwege dienten. Ebenso sehenswert war das prachtvolle alte Kurhaus im Jugendstil, das von der Bedeutung des Kurortes in vergangenen Zeiten zeugt.

Anschließend führte die Fahrt durch das landschaftlich reizvolle und bergige Naheland zum Disibodenberg. Auf einer bewaldeten Anhöhe besichtigten wir die Überreste eines einst bedeutenden Benediktinerklosters. Die malerisch im Wald gelegenen Ruinen wirkten beinahe verwunschen und vermittelten einen eindrucksvollen Eindruck klösterlichen Lebens vergangener Jahrhunderte. Während der gesamten Fahrt erläuterte unsere kompetente und umgängliche Gästeführerin immer wieder interessante Details aus dem Leben der Heiligen Hildegard. Gerade die Benediktinerabtei Disibodenberg spielte dabei eine zentrale Rolle, denn hier verbrachte Hildegard seit ihrer Kindheit einen großen Teil ihres klösterlichen Lebens. Informationen zur Naheregion im Allgemeinen wurden auf der Busfahrt immer wieder gegeben.

Weiter ging die Reise nach Sponheim, wo Hildegard ebenfalls einige Jahre wirkte. In der dortigen, hervorragend gepflegten Kirche mit dem Grundriss eines griechischen Kreuzes entstand ein besonders stimmungsvoller Moment: Einige sangesfreudige Männer unserer Gruppe stimmten ein Lied an, in das nach und nach alle einstimmten. Der Gesang erfüllte den Kirchenraum und sorgte für eine beeindruckende Atmosphäre.

Die weitere Tagesfahrt führte uns vorbei an einer alten Burg aus der Zeit Hildegards nach Bingen am Rhein. Viele Teilnehmer nutzten die Gelegenheit zum Besuch des Museums am Rhein. Dort standen Leben und Wirken der Heiligen Hildegard ebenso im Mittelpunkt wie die Geschichte und Entwicklung der Stadt Bingen. Hier in Bingen begründete Hildegard das Kloster am Rupertsberg, wo sie lange als Äbtissin wirkte. Von diesem Kloster gibt es heute nicht einmal mehr Reste.

Am späten Nachmittag erfolgte die Rückfahrt nach Bad Kreuznach. Den Abend gestaltete jeder nach seinem eigenen Geschmack und ließ die vielfältigen Eindrücke des Tages in entspannter Atmosphäre ausklingen.

4. Tag

Am Sonntagmorgen hieß es nach dem Frühstück Abschied nehmen vom Hotel. Nach dem CheckOut startete die Gruppe um 9:00 Uhr zur Weiterfahrt. Die Route führte zunächst über Mainz und eine Rheinbrücke auf die rechte Rheinseite in den Rheingau.

Vorbei an Eltville erreichten wir das traditionsreiche Schloss Johannisberg, eines der bekanntesten Weingüter Deutschlands. Hier erwartete uns eine interessante Führung durch die historischen Weinkeller. Dabei erfuhren wir viel Wissenswertes über die Geschichte des Weinbaus im Rheingau und die besondere Bedeutung des Schlosses für die Entwicklung des Rieslings. Im Anschluss an die Führung konnten wir bei einer Weinprobe drei unterschiedliche Rieslinge des Weinguts selbst verkosten.

Vor der Führung und nach der Weinprobe blieb Zeit, die weitläufige Anlage und ihre Umgebung auf eigene Faust zu erkunden. Bemerkenswert schön der Blick über die schlosseigenen Weinberge über den Rhein nach Ingelheim und ins Rheinhessische.

Um 12:30 Uhr setzte die Reisegruppe ihre Fahrt zur Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Hildegard in Eibingen fort, das heute zu Rüdesheim gehört. Die Kirche befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen Klosters Eibingen, das einst von der Heiligen Hildegard von Bingen auf der rechten Rheinseite gegründet worden war.

Bewegt ist Geschichte dieses Ortes. Das ursprüngliche Kloster wurde während der Säkularisation unter Napoleon zu Beginn des 19. Jahrhunderts aufgehoben und schließlich nahezu vollständig zerstört. Heute erinnert die Pfarr- und Wallfahrtskirche an das bedeutende Wirken Hildegards in Eibingen.

Ein besonderer Höhepunkt des Besuchs der Kirche war die Besichtigung des Schreins der Heiligen Hildegard. Viele Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, diesen bedeutenden Wallfahrtsort in Ruhe auf sich wirken zu lassen und mehr über Leben und Verehrung der Heiligen zu erfahren. In dieser Kirche schloss sich der Kreis unserer Erkundungen zu dieser berühmten Mystikerin und Kirchenlehrerin des Mittelalters.

Nach dem Besuch der Wallfahrtskirche führte unser Weg auf dem Weg zum Niederwalddenkmal vorbei an der Benediktinerinnenabtei St. Hildegard. Das erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts errichtete Kloster knüpft bewusst an das geistliche Erbe der Heiligen Hildegard an und prägt bis heute das religiöse Leben im Rheingau.

Anschließend erreichten wir das Niederwalddenkmal oberhalb von Rüdesheim. Unterhalb des Denkmals waren wir in einem Restaurant zum gemeinsamen Mittagessen angemeldet. Nach dem Essen blieb ausreichend Zeit, das imposante Monument zu besichtigen.

Das Niederwalddenkmal mit der gewaltigen Germania-Figur und den zahlreichen patriotischen Darstellungen beeindruckt durch seine Größe und seine exponierte Lage. Auch das martialische Lied „Die Wacht am Rhein“, das eng mit der Entstehungszeit des Denkmals verbunden ist, wurde dabei thematisiert. Sinn und Zweck des Monuments bringt die Inschrift auf dem Sockel zum Ausdruck: „Zum Andenken an die einmuethige siegreiche Erhebung des deutschen Volkes und an die Wiederaufrichtung des Deutschen Reiches 1870 1871.“

Bei bestem Wetter bot sich vom Niederwalddenkmal ein großartiger Rundblick über Rüdesheim und den Rheingau, über den Rhein hinweg nach Bingen und Rheinhessen sowie in das Naheland. Diese herrlichen Ausblicke bildeten einen gelungenen Abschluss unserer Reise auf den Spuren der Heiligen Hildegard und durch die Kultur- und Weinlandschaften an Rhein und Nahe.

Um 16:00 Uhr traten wir die Heimfahrt an. Gegen 18:30 Uhr erreichten wir wieder unsere Heimatorte. Mit vielen neuen Eindrücken, interessanten historischen Erkenntnissen und schönen gemeinsamen Erlebnissen kehrten die Teilnehmer nach Hause zurück.

Bernhard Plitzko

Die römische Kalkbrennerei in Iversheim bei Bad Münstereifel war am Samstag, den 21. März das Ziel der archäologischen Exkursion des Heimat- und Geschichtsvereins Neunkirchen-Seelscheid. Das Ehepaar Homberg hatte eingeladen, antike Bautechnik vor Ort hautnah zu erleben.

Die Anlage wurde 1966 beim Bau einer Wasserleitung zufällig entdeckt und umfasst sechs gut erhaltene Kalköfen aus dem 2. und 3. Jahrhundert. Heute befindet sich über einem Teil der Anlage ein Schutzbau, in dem drei Öfen besichtigt werden können. Der Kalksteinbruch lag oberhalb der Brennerei, was den Arbeitsablauf seinerzeit vereinfachte. Während Herr Homberg uns den Brennvorgang anschaulich erläuterte, weihte uns Frau Homberg in die kulinarischen Genüsse der Römer ein. Wir durften vom römischen Brot über „Moretum“, eine römische Schafskäsecreme, bis hin zum Honigkuchen römische Köstlichkeiten probieren. 2021 wurde die Kalkbrennerei als Teil des Niedergermanischen Limes zum Unesco Welterbe.

Anschließend kehrten wir im - nach der Flutkatastrophe von 2021 - sehr schön wiederaufgebauten Bad Münstereifel in ein Café ein.

Nochmals vielen Dank dem Ehepaar Homberg für diese sehr persönliche und abwechslungsreiche Führung.

Antje Fischer, 2. Vorsitzende Heimat-und Geschichtsverein

Am 21. Februar besuchte der Heimat-und Geschichtsverein das in der ehemaligen Dorfkirche in Marienheide-Kempershöhe untergebrachte Museum für mechanische Musikautomaten. In einer 75-minütigen Führung erlebten wir die heitere Welt der mechanischen Musik. Mechanische Musikinstrumente sind Musikautomaten, die Musik durch eine Stiftwalze, eine gestanzte Metall- oder Pappplatte, Papierrolle oder mittels eines Leporello wiedergeben. Die Bandbreite der Musikinstrumente reicht dabei von der einfachen Spieldose über Musikuhren, künstliche Vögel- und Puppenautomaten bis hin zu Drehorgeln.

Dr. Ullrich Wimmer hat in über 50 Jahren eine beeindruckende Sammlung an mechanischen Instrumenten aus vier Jahrhunderten zusammengetragen. Er präsentierte uns kenntnisreich und höchst unterhaltsam mit einer historischen Einordnung verschiedene Exponate. Beginnend mit einem selbstspielenden Klavier beeindruckte uns eine Amseluhr genauso, wie eine kleine, kostbare Vogeldose, bei der ein Vögelchen ein Liedchen zwitscherte. Ein besonderes Exponat ist auch eine 2m hohe Flötenuhr, Baujahr 1830, mit einer beweglichen und musizierenden Figurenbühne. Zum Abschied spielte ein Orchestrion, das ursprünglich aus einem Brüsseler Etablissement stammte. 

Diese Sammlung von feinmechanischen Kunstwerken ist einmalig und deshalb wurde dem Museum 2017 der Titel Immaterielles UNESCO Kulturerbe verliehen. Der Besuch ist ein absolutes Muss für  Liebhaber mechanischer Musik. 

Der spannende und informative Nachmittag wurde mit einem Pott Kaffee und einem überschaubaren Stück Kuchen im Hofcafe Kaffeekännchen abgerundet. 

Antje Fischer, 2. Vorsitzende Heimat-und Geschichtsverein

Am 21. März wollen wir die römische Kalkbrennerei in Bad Münstereifel-Iversheim besuchen, die 1966 entdeckt wurde.Es handelt es sich um das seltene Denkmal einer römischen Industrieanlage, die in der Zeit von etwa 150 - 300 n. Chr. in Betrieb war und in der die Römer Branntkalk für die Mörtelherstellung produzierten. Die noch sehr gut erhaltenen, mächtigen Kalkbrennöfen sind in einem Schutzbau zu besichtigen und gehören zum UNESCO-Welterbe "Niedergermanischer Limes". Warum die Anlage dazugehört, wer die Anlage betrieben hat, wie die Römer den Kalk gewannen und noch vieles mehr erfahren wir bei unserem Besuch  am 21. März.

Wir treffen uns am 21. März um 12:30 Uhr am Antoniusplatz in Neunkirchen, bilden ggf. Fahrgemeinschaften und brechen auf in die Eifel.  Als Kostenbeitrag erbitten wir 10 Euro für Mitglieder bzw. Nichtmitglieder 12 Euro.

Anmeldung bei Antje Fischer (Telefon: 02247/ 6581 oder antje.fischer67@gmxde)

Für  unsere Jahresfahrt, die uns vom 4. bis 7. Juni nach Bad Kreuznach an der Nahe führt, sind für Nachzügler noch wenige Plätze frei. Wir werden schwerpunktmäßig die Naheregion in und um Bad Kreuznach erkunden. Ein Besuch der Kaiserpfalz in Ingelheim mit Weiterfahrt nach Mainz ist vorgesehen. Den Tag der Heimfahrt am Sonntag nutzen wir zum Besuch des Weinguts Schloss Johannisberg, der Abtei St. Hildegard und evtl. des Niederwalddenkmals.

Näheres auf unserer Homepage unter https://hgv-nks.de/jahresfahrt-2026-bad-kreuznach.
Auskunft erteilt Bernhard Plitzko TelNr 02247/8534

Wir freuen uns auf Sie

Hans-Jürgen Parpart, 1. Vorsitzender Heimat – und Geschichtsverein

Das Jahr 2025 neigte sich dem Ende zu. Für uns vom Heimat- und Geschichtsverein Neunkirchen-Seelscheid ein spannendes Jubiläumsjahr mit vielen Aktivitäten, Begegnungen und auch einer besonderen Ehrung, die uns in besonderer Dankbarkeit zurückblicken lässt. 40 Jahre HGV sind nicht ungesehen vorübergegangen und so wurde uns am 04. Dezember von der Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid die Auszeichnung „Ehrenamt des Jahres“ durch Bürgermeister Guido Vierkötter verliehen.

Es ist schön, dass die geleistete ehrenamtlich Arbeit gesehen und wertgeschätzt wird. Das gibt Schwung fürs nächste Jahr.

Und so danken wir allen Beteiligten, Mitgliedern und Lesern und freuen uns auf ein neues Jahr voller schöner Momente, Geschichten und Bilder in und aus unserer Gemeinde.

Christine Rettberg, Vorstand Heimat- und Geschichtsverein

Als krönenden Abschluss des Jubiläumsjahres 2025 zeigte der Heimat- und Geschichtsverein am 05. Dezember im evangelischen Gemeindehaus in Seelscheid den Film von Leo Lammert und Günter Nebel „Neunkirchen-Seelscheid, Ein Juwel des Bergischen Landes“; einen wunderschönen und stimmungsvollen Film über unsere Heimat, der 2008 gedreht wurde. Die anwesenden Zuschauer zeigten sich überrascht von der professionellen Aufnahme, eine gelungene Präsentation unserer Gemeinde.

Der nachgesagten etwas zu kurz gekommenen Darstellung des Ortsteiles Seelscheid wurde mit einem zweiten historischen Streifen aus dem Jahr 1965 Abhilfe geschaffen, in dem unter anderem Blicke auf einen Jahrmarkt bei Sankt Georg und die alte Apfelsaftabfüllung im Ortszentrum von Seelscheid geworfen wurden.

Mit guten Gesprächen nach einigen Fotos von „einst“ und „jetzt“ ließ man den Abend ausklingen.

Christine Rettberg

Der Heimat- und Geschichtsverein wurde dieses Jahr 40 Jahre alt, was wir mit einer Veranstaltungsreihe begleitet haben. Diese endet nun im Dezember mit dem Angebot, Filme über Neunkirchen-Seelscheid anzusehen. Es sind dies zum einen der Film von Leo Lammert und Günter Nebel mit dem Titel „Neunkirchen-Seelscheid – Ein Juwel des Bergischen Landes“ aus 2008 sowie zum anderen filmische Splitter, die uns Impressionen aus dem Seelscheid der Jahre um 1965 vermitteln.

Wann und wo? Am Freitag, den 5. Dezember um 18 Uhr im Gemeindehaus der evangelischen Kirche Seelscheid. Sie wollen dabei sein? Für die weitere Planung bitten wir um Ihre Anmeldung:

Hans-Jürgen Parpart Tel. 02247/300206 oder E-Mail anmeldung@hgv-nks.de

Wir freuen uns auf Sie

Hans-Jürgen Parpart, 1. Vorsitzender Heimat– und Geschichtsverein

Inhaltsverzeichnis

Antje Fischer-Christine Rettberg: 40 Jahre Arbeit für den Heimat- und Geschichtsverein Neunkirchen-Seelscheid 

Hartmut Benz: Einwohner und Vermögensverhältnisse im  Kapellenbezirk Seelscheid 1644

Thomas Demmer-Meikel Kenfenheuer: Freiwillige Feuerwehr Neunkirchen-Seelscheid, Löschzug Neunkirchen

Sonja Feld:Meine Notizen zur Geschichte von REWE-Kolmitz oder "Die Geschichte vor der Geschichte der Helga-und Bodo-Kolmitz-Stiftung"

Gabriele Erdmann: Pütz Jupp - Das letzte Wolperather Orginal

Anke Glasmacher: 30 Jahre ehrenamtliches Engagement für Neunkirchen-Seelscheid - Hans-Jürgen Parpart schaut dankbar zurück und natürlich nach vorne

Elisabeth Pützstück: "Mäuerchen gucken" in Roma Aeterna oder Erinnerungen an eine denkwürdige Romreise

Johannes Dobelke: Die Horbacher Mühle: Die letzte noch Feinmehl produzierende Mühle im Kreis

Felix Timm-Cole Hopkins: Geschichte einer Eischeider Familie, die in die USA auswanderte

Antje Fischer: Auf ein frohes Wiedersehen

Monika Gruchmann:  Kinderverschickung- Reise ins Ungewisse, Kinderkuren in den 50er bis 80er Jahren

Gesamtschule Neunkirchen-Seelscheid Lena Löschner: Die Wahnbachtalsperre-ein Grenzgebiet?

Wilfried Hoss: Eindrücke aus meiner Kindheit

Gemeindeverwaltung Neunkirchen-Seelscheid, Alessandra Murazzo-Stefan Franken:

Vor 100 Jahren- Rückblick auf die Ereignisse in den Gemeinden Neunkirchen und Seelscheid

Vor 50 Jahren- Rückblick auf die Ereignisse in der Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid

Eine denkwürdige Anzahl an Jahren, befand auch der designierte Bürgermeister Guido Vierkötter in seiner Festansprache. Durch 40 Jahre mittels reiner ehrenamtlicher Arbeit getragen zu werden, das bedeute schon etwas.

Zum würdigen Begehen des Anlasses war in das Foyer des Selbstlernzentrums in Neunkirchen geladen worden. Umsorgt vom Catering Team Säemann und musikalisch begleitet von den Colonia Harmonists, berichtete Jürgen Parpart von den Anfängen des Vereins und dessen führenden Persönlichkeiten.

In einem zweiten Abschnitt stellte Hartmut Benz die neue Broschüre „ Wo de Hohnder jepickt han“ vor, ein brandneuer Begleiter zu interessanten Orten der Gemeinde (erhältlich bei der Buchhandlung Löffelholz zum Preis von 8 Euro). Wissen Sie, wo der Gedenkstein für den ermordeten Landarbeiter steht? Oder welchen Weg Sie am besten durch den alten Ortskern von Seelscheid nehmen? Wie immer launig und mit eigenem Erlebten gespickt wusste Hartmut Benz die Zuhörer zum Schmunzeln zu bewegen.

Jürgen Parpart stellte dann als Vorsitzender das neue Jahrbuch des Vereines, die Heimatblätter, Ausgabe 40, vor. Dem Anlass entsprechend in rubinrot gehalten. Wieder konnte auf eine Vielzahl gelungener Artikel zurück gegriffen werden: Vom Überblick über 40 Jahre Heimat-und Geschichtsverein zur Horbacher Mühle, von der Bodo- und Helga Kolmitz Stiftung zum Löschzug Neunkirchen der Freiwilligen Feuerwehr und vieles mehr. Die Mitglieder sollten es bereits erhalten haben.

Zum Abschluss wurde zum Buffet gebeten und mit den etwa 60 geladenen Gästen auf den Anlass angestoßen…und wie es sich für einen Heimat- und Geschichtsverein gehört, über Vergangenes erzählt.

Christine Rettberg

Heimat – und Geschichtsverein Neunkirchen-Seelscheid

p.s. Wie gewohnt erhalten Sie das Jahrbuch bei der Buchhandlung Löffelholz und den örtlichen Banken

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