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Der Heimat & Geschichtsverein Neunkirchen-Seelscheid e.V feiert in diesem Jahr sein 40-jähriges Jubiläum und wir wollen Besonderes anbieten. So haben wir uns in 2 Etappen der Wahnbachtalsperre als zentralem Element unserer Trinkwasser­versorgung genähert und mit HOMA-Pumpen ein international aktives Unternehmen unserer Gemeinde besichtigt.

In einer Kooperation von Heimat & Geschichtsverein Neunkirchen-Seelscheid e.V.  und der Buchhandlung Löffelholz in Neunkirchen ist es gelungen, dass aus diesem Anlass und für einen guten Zweck die in Seelscheid lebende Autorin  Nina Speyer aus ihrem Kinderbuch "Trine und die Osterhasen“ liest, was Kinder von 5 bis 10 Jahren und Erwachsene mit Fantasie anspricht.

Worum geht es in dem Buch?

Auf der Osterinsel stimmt etwas nicht: Weit und breit kein buntes Ei, nirgendwo blüht auch nur ein Blümchen, und es liegt immer noch Schnee. So wird das nichts mit dem Osterfest. Der Osterhase bittet Trine um Hilfe, die sofort tatkräftig mit anpackt, um endlich den Frühling anzulocken. Mit ihrem hüpfenden Herzen und ihren guten Ideen hilft sie den Hasenkindern, die Hühner mit fantasievollen Bildern zum Legen von bunten Eiern zu animieren, und probiert verschiedene Osterbräuche aus. Zusammen schaffen sie es bestimmt, Ostern zu retten!

Wann und wo?

Buchhandlung Löffelholz, Schmiedestrasse 4a in Neunkirchen

Samstag, 12. April 2025, 15:00 Uhr (Einlass ab 14:45 Uhr)

Der Eintritt von 5,- Euro kommt dem Kinderschutzbund zugute

Karten gibt es in der Buchhandlung Löffelholz oder Sie reservieren mit E-Mail an info@buchhandlung-loeffelholz.de, Anruf oder WhatsApp unter 022471717

Wir freuen uns auf Sie

Hans-Jürgen Parpart

Erster Vorsitzender Heimat-und Geschichtsverein

Exkursion zum Siegelsknippen und zum Staudamm der Wahnbachtalsperre

Am 7. März fand der zweite Teil unserer Erkundung der Trinkwasserversorgung über den Wahnbachtalsperrenverband statt. Etwa 25 Personen trafen sich um 14 Uhr auf dem Parkplatz der Gebäude des WTV und wurden von Frau Weiß, Diplombiologin und zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit beim WTV, in Empfang genommen.

Im Hauptgebäude der Trinkwasseraufbereitung und -verteilung erläuterte sie der Gruppe in einem Lichtbildvortrag die Aufgaben und die gesamte Funktionalität des WTV, bei dem etwa 230 Personen beschäftigt sind. Circa 800.000 Menschen des Rhein-Sieg-Kreises, der Stadt Bonn, aber auch in Bad Neuenahr-Ahrweiler werden durch den WTV mit Wasser versorgt.

Frau Weiß führte uns erst durch das Gebäude und später durch den Damm.

Leider durfte in den Gebäuden nicht fotografiert werden, da die Einrichtungen des WTV einer „kritischen Infrastruktur“ zuzurechnen sind.

Beeindruckend im Gebäude die großen Becken, wo das Wasser durch eine Kohleschicht und dann durch eine Sandschicht gefiltert und gereinigt wird. Alle ein bis zwei Tage werden die Filterschichten selbst gereinigt. Wie das alles geschieht, wird an einer Anlage im Keller des Hauses demonstriert.

Der zweite Teil des Nachmittags nahm seinen Beginn auf dem Damm mit Blick auf den Pinner Rücken, dessen abgebrochenes Steinmaterial seinerzeit zum Aufbau des Naturdamms genutzt worden war. Frau Weiß erläuterte unter anderem das Überlaufsystem der Talsperre, sollte diese einmal übervoll sein. Von der Dammkrone ging es in den Damm und über 280 Stufen hinab zu den zwei Entnahmestellen am Seegrund, 46 m tief im See gelegen. Quer durch den Damm gingen wir über den Dammgrund zum Ausgang auf Seligenthaler Seite, wo die Pumpenhäuser liegen, über die das Talsperrenwasser zum Siegelsknippen hinaufgepumpt wird.

Um 17 Uhr endete diese ungemein interessante Führung, Frau Weiß sei großer Dank!

Für den HGV

Bernhard Plitzko

Am 12.Februar öffnete HOMA-Pumpen für den Heimat – und Geschichtsverein seine Werkstore. 26 Teilnehmer entdeckten eine Welt in Seelscheid, die man sonst nicht zu Gesicht bekommt.

Beim Betreten des Unternehmens wurden wir digital durch einen persönlich mit dem LOGO des HGV gestalteten Bildschirm begrüßt.

Anschließend gab uns der Geschäftsführer Hans Hoffmann eine kurze unterhaltsame Einführung mittels Bildpräsentation in die global agierende Welt der Firma. Auch die hohen mechanischen Belastungen von Schmutzwasserpumpen wurden anschaulich präsentiert. Die neuen Chopperpumpen der Alligator-Baureihe machen, wie ihr Name verrät, kurzen Prozess mit Feststoffen im Abwasser.

Aufgeteilt in zwei Gruppen lernten wir in einem geführten Rundgang durch die Werkshallen die einzelnen Produktionsschritte bei der Herstellung von Pumpen genau kennen.

Besonders beeindruckend war hierbei der Einsatz modernster Technik z.B. von CNC-Maschinen bei Fertigungsverfahren.

Trotz dieser hochentwickelten, computergesteuerten Technik und der Zahl von ca. 300 Mitarbeitern am Standort Seelscheid zeigte sich die familiäre, persönlich wertschätzende Unternehmenskultur. Abschließend sahen wir die Leistung einer großen Pumpe im Testbecken: 2000l/sec.

Der Ausklang bei Kaffee und Kuchen im modernen Schulungsraum der Firma hielt für jeden Teilnehmer noch eine persönliche Überraschung bereit.

Fazit: Die Führung durch HOMA-Pumpen war für jeden ein spannendes und informatives Erlebnis.

Stellvertretend für den HGV habe ich mich für die Zeit und Mühe bei allen Mitarbeitern des Werkes in unserer Gemeinde bedankt, die sie in die gelungene Organisation unseres Besuchs investiert haben.

Antje Fischer, 2. Vorsitzende Heimat – und Geschichtsverein Neunkirchen-Seelscheid

Was haben Hongkong, Dubai und Essen gemeinsam: Alle haben Pumpen im Einsatz, die in unserer Gemeinde hergestellt werden.

1946 als kleiner Handwerksbetrieb gegründet ist der Hauptsitz der international agierenden, führenden Firma HOMA-Pumpen bis heute in Seelscheid.

Möchten Sie auch am Mittwoch, den 12.Februar um 10 Uhr einen Blick hinter die Werksmauern werfen? Es sind noch einige Plätze frei. Dann melden sie sich bitte an bei: Antje Fischer, Tel. 02247/6581.

Ihr Heimat- und Geschichtsverein Neunkirchen-Seelscheid e.V.

Nachbetrachtung zum Besuch an der Phosphoreliminierungsanlage (PEA)

Am 31. Januar nahmen etwa 30 Personen an einer Führung in der PEA teil, die Herr Ellersdorfer, der verantwortliche Leiter dieser Anlage des WTV, für den Verein machte.

Die PEA wurde 1977/78 in Betrieb genommen, nachdem die Talsperre bereits etwa 20 Jahre lang den Rhein-Sieg-Kreis, Bonn und die Region bis weit ins Ahrtal hinein mit Trinkwasser (2024 ca. 38 Millionen Kubikmeter (!) aus der Talsperre) versorgt hatte. Bald nach Inbetriebnahme der Talsperre aber wurde ein starkes Algenwachstum in deren Wasser festgestellt, das seine Ursache im Wesentlichen darin hatte, dass der Wahnbach nährstoff- und phosphorhaltige Substanzen - bedingt durch die Düngung der Agrarflächen in seinem Einzugsbereich -, in den Stausee transportierte.

Wie der Name ‚PEA‘ der dem Stausee vorgelagerten Anlage es besagt, wird durch diese dem zufließenden Wahnbach Phosphor entzogen.

Herr Ellersdorfer führte die Gruppe so, wie das Wasser die PEA durchläuft und erklärte die Funktionen der einzelnen Stationen: Sechs mächtige Pumpen (max. 3000 Kubikmeter/h) heben Wasser aus dem Vorbecken in die Anlage. Dann wird direkt als Flockungsmittel eine Eisenchlorid-Verbindung zugesetzt, um Trübstoffe, Algen und ungelöste Phosphorverbindungen zu binden. Es entstehen Mikroflocken, die durch einen Rührvorgang des Wassers sich zu größeren Einheiten verbinden. In 10 großen Filterbecken werden die gebundenen Substanzen aus dem Wasser gefiltert. Zuletzt fließt das gereinigte Wasser durch einen Betonkanal in den Übergabebehälter am Vordamm, aus welchem es in die Hauptsperre abgelassen wird. 

Die Veranstaltung des HGV zu unserem Trinkwasser findet ihre Fortsetzung am 7. März 2025. Sie ist jetzt schon ausgebucht. Treffpunkt für den 1. Teil der Führung: Besucherparkplatz 53721 Siegburg, Siegelsknippen 1 um 14:00 Uhr. Der 2. Teil der Führung ist am Damm, durch den wir im Inneren hinab zur Wasserentnahmestelle geführt werden. Ende der Veranstaltung ist ca. 17:00 Uhr.

Für den HGV

Bernhard Plitzko

Die Pumpen, die das PEA Wasser holen
Blick in die Halle mit den zehn großen
Filterbecken
Rechts der Behälter am Vordamm,
links das Vorbecken, im Hintergrund die PEA

Im Rahmen von „2025 - 40 Jahre Heimat- und Geschichtsverein“ nehmen wir mit zwei Besuchen beim Wahnbachtalsperrenverband die Wasserversorgung der Gemeinde ins Auge.

  • Am Freitag, dem 31. Januar 2025, haben wir eine Führung in der Phosphoreliminierungsanlage (PEA) im Eingang zur Talsperre.  Hier werden Schadstoffe vor der Talsperre gefiltert, die der Wahnbach bedingt durch die Landwirtschaft aus seinem Oberlauf mit sich führt.

Zeit der Führung: 14:30 – 15:30, kostenfrei.

Die Autos können ggf. auf einem Parkplatz am Eingangstor zur PEA oder am Straßenrand vor der Anlage geparkt werden. Die Zufahrt zur PEA ist von der B507 aus möglich, ca. 400 m unterhalb der Tankstelle in Neunkirchen.

Vielleicht ist es besonders für Neubürger der Gemeinde, auch für deren Kinder, interessant, genauer zu erfahren, welches qualitätsreiche Wasser sie über ihre häuslichen Leitungen genießen dürfen!

  • Der zweite Termin unserer Talsperrenexkursion sei auch jetzt schon einmal angekündigt. Am 7. März 2025 besichtigen wir von 14:00 – 17:00 erst die Wasseraufbereitung und -verteilung oben am Siegelsknippen und dann nach einem Gang durch die Staumauer die Wasserentnahmestelle tief im Stausee. Weitere Informationen für den Ablauf dieses Talsperrenbesuchs werden folgen.

Melden Sie sich bitte an bei Bernhard Plitzko: Tel.: 02247/8534 oder eMail: bplitzko@web.de

HuGV:  „Dat Wasser vun Nöngkerchen es joot!“

Plitzko: Tel.: 02247/8534 oder eMail: bplitzko@web.de

Der Vorstand des Heimat – und Geschichtsverein Neunkirchen-Seelscheid

Auf der „Seelscheder Chresmaat“ war der Heimat-und Geschichtsverein wie jedes Jahr vertreten. Dabei boten wir vor allem unser neues Jahrbuch, aber auch ältere Publikationen an. Gelegenheit für viele Besucher, das Gespräch mit uns zu suchen und auch mal zusammen zu lachen. Die Hobbymalerin Gabriela Graff-Klapp bereicherte unseren Stand mit Ihren Bildern und handgemalten Postkarten – jede ein Unikat. Wir haben uns über Sie und Ihr Interesse sehr gefreut.

Auch auf dem Weihnachtsmarkt in Neunkirchen werden wir da sein. Ihnen fehlt noch ein Weihnachtsgeschenk? Vielleicht werden Sie bei uns fündig.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Hans-Jürgen Parpart, 1. Vorsitzender

Der Heimat- und Geschichtsverein bietet am Samstag, den 2. November 2024 eine Exkursion zum Ersten Engel-Museum nach Engelskirchen an.

Auf ca. 340 qm Museumsfläche sind in der Alten Schlosserei in Engelskirchen über 3000 Engel-Exponate aus dem 17. bis 20. Jahrhundert ausgestellt. Sie erzählen dem Betrachter viel über die Menschen in ihrer Freude, aber auch über Ihre Ängste und Sorgen. Wer möchte kann sich anschließend bei Kaffee und Kuchen im Engelscafe auf die Adventszeit einstimmen.

Wir treffen uns um 15 Uhr am Engel-Museum (Engels-Platz 7, 51766 Engelskirchen). Der Teilnehmerbeitrag beläuft sich für Mitglieder auf 6 Euro, Nichtmitglieder zahlen 9 Euro.

Anmeldung (inkl. Mitfahrwünsche) bitte bei Antje Fischer, Telefon 02247/6581.

Bei schönstem Spätsommerwetter trafen sich 20 motivierte Wanderer und drei lauffreudige Vierbeiner am 22.September 2024 am Infozentrum Wahner Heide in Troisdorf-Altenrath.

Unser Wanderführer Werner Funken erzählte uns in den folgenden zwei Stunden etwas über die Geschichte der Wahner Heide, ihre botanischen Kostbarkeiten und ihre tierischen Bewohner. Bevor die Wanderung los ging, erläuterte er uns anhand der im Gebiet aufgestellten und schon etwas in die Jahre gekommenen Schautafeln die Größe und Einmaligkeit des Gebiets (ca. 5000 ha, N-S 10 km, O-W 5 km Ausdehnung). Auch die Bedeutung der beiden Wildbrücken über die Autobahn A 3 und die Landstraße zwischen Köln-Rath und Rösrath fand nicht nur wegen ihrer hohen Kosten Erwähnung. Nachdem alle maßgeblichen Wildtiere die Brücken nach Fertigstellung vor einigen Jahren zügig in Benutzung genommen haben, schafften es schließlich auch die Hirsche ihre Scheu zu überwinden und darüber zu schreiten. Für sie sind sie vor allem gebaut worden, um Inzucht zu vermeiden. Mittlerweile erfüllen sie ihren Zweck voll und ganz.

Die Tour führte uns als erstes zur alten Tongrube. Der Abbau und die Verwertung des tertiären Tons haben in der Wahner Heide eine lange Geschichte. Zeugnis davon geben die Spuren der Altenrather Töpfer des 17. Jahrhunderts und die Tonfabrik Ludwigshütte. Bereits seit 1930 ist das Gebiet allerdings unter Naturschutz gestellt. Insofern war der von 1968 bis 1982 teils großflächige Abbau von Ton in dieser Zeit illegal. Nachdem der Abbau aufgrund zahlreicher Proteste eingestellt wurde, diente die Grube noch einige Zeit als Schuttablade und der Teich wurde zum Baden benutzt.

Wir wanderten weiter und konnten die tierischen Bewohner dieser Landschaft bestaunen. Wasserbüffel, Ziegen und Esel grasten friedlich in der Heide. Sie werden gezielt zur Beweidung eingesetzt, um die offenen Heidegebiete mit den typischen Sandmagerrasenflächen zu erhalten. Diese Aufgabe hat früher z.T. - vermutlich eher unbewusst - das Militär übernommen. Lange Zeit hat es zunächst den Preußen, später den Belgiern, die als Ersatzbesatzungsmacht der Briten seit 1954 die Wahner Heide als Schießplatz nutzten, gedient. Insgesamt gab es 12 Schießstände. Schießstand Nr. 8 befand sich am sogenannten Hühnerbruch, benannt nach dem Birkhuhn. 50 Birkhuhn Paare hat es einst gegeben. Durch Militär und den Bau des Flughafens Ende der 50er Jahre ist dieser charakteristische Heidebewohner endgültig verschwunden. Aber auch das belgische Militär hat es schließlich „erwischt“: im Zuge der deutschen Einheit und der endgültigen Beendigung der Besatzung sind 2000 Soldaten abgezogen. Auch die Kaserne ist verschwunden.

Werner Funken zeigte uns „Wilde Möhre“, ihre Wurzel kann man püriert als Suppe genießen, und einen Parasolpilz mit seinem auffälligen Hut und seiner hellbraunen Färbung. Kennengelernt haben wir auch die Wildpflanze Wegwarte. Zur Not könnten wir jetzt aus ihrer Wurzel den sogenannten Muckefuck herstellen.

Mein Fazit der Wanderung: Durch das Wissen von Werner Funken haben wir die altbekannte Wahner Heide mit neuen Augen entdeckt.

Antje Fischer, 2. Vors. Heimat – und Geschichtsverein

Die Wahner Heide, das ist ein einzigartiges Naturschutzgebiet direkt vor unserer Haustür. Sie bietet Lebensraum für viele seltene und gefährdete Tier- und Pflanzenarten. Um diese offenen Heidegebiete zu erhalten, werden heute Glanrinder, Wasserbüffel, Schafe, Ziegen, Esel und Pferde zur Beweidung eingesetzt. Nur wer den Wert und die Schönheit der Wahner Heide erleben kann, wird bereit sein, für ihren Schutz einzutreten.

Quelle: WIKIPEDIA

Herr Werner Funken wird uns in einem zweistündigen Spaziergang die außergewöhnliche Landschaft nahebringen.

Diese Exkursion ist auch für Familien mit kleinen Kindern geeignet!!

Wir starten am Sonntag, den 22. September 2024 um 15 Uhr am Infozentrum Wahner Heide, Flughafenstraße 16, 53842 Troisdorf-Altenrath, direkt neben der Kirche gelegen.

Der Unkostenbeitrag beträgt für Mitglieder 3 Euro, für Nichtmitglieder 5 Euro, Kinder bis 12 Jahre sind frei.

Anmeldung bei Antje Fischer 02247- 6581

Antje Fischer, 2. Vorsitzende Heimat- und Geschichtsverein

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