Am 21. Februar besuchte der Heimat-und Geschichtsverein das in der ehemaligen Dorfkirche in Marienheide-Kempershöhe untergebrachte Museum für mechanische Musikautomaten. In einer 75-minütigen Führung erlebten wir die heitere Welt der mechanischen Musik. Mechanische Musikinstrumente sind Musikautomaten, die Musik durch eine Stiftwalze, eine gestanzte Metall- oder Pappplatte, Papierrolle oder mittels eines Leporello wiedergeben. Die Bandbreite der Musikinstrumente reicht dabei von der einfachen Spieldose über Musikuhren, künstliche Vögel- und Puppenautomaten bis hin zu Drehorgeln.
Dr. Ullrich Wimmer hat in über 50 Jahren eine beeindruckende Sammlung an mechanischen Instrumenten aus vier Jahrhunderten zusammengetragen. Er präsentierte uns kenntnisreich und höchst unterhaltsam mit einer historischen Einordnung verschiedene Exponate. Beginnend mit einem selbstspielenden Klavier beeindruckte uns eine Amseluhr genauso, wie eine kleine, kostbare Vogeldose, bei der ein Vögelchen ein Liedchen zwitscherte. Ein besonderes Exponat ist auch eine 2m hohe Flötenuhr, Baujahr 1830, mit einer beweglichen und musizierenden Figurenbühne. Zum Abschied spielte ein Orchestrion, das ursprünglich aus einem Brüsseler Etablissement stammte.
Diese Sammlung von feinmechanischen Kunstwerken ist einmalig und deshalb wurde dem Museum 2017 der Titel Immaterielles UNESCO Kulturerbe verliehen. Der Besuch ist ein absolutes Muss für Liebhaber mechanischer Musik.
Der spannende und informative Nachmittag wurde mit einem Pott Kaffee und einem überschaubaren Stück Kuchen im Hofcafe Kaffeekännchen abgerundet.
Antje Fischer, 2. Vorsitzende Heimat-und Geschichtsverein


