Die römische Kalkbrennerei in Iversheim bei Bad Münstereifel war am Samstag, den 21. März das Ziel der archäologischen Exkursion des Heimat- und Geschichtsvereins Neunkirchen-Seelscheid. Das Ehepaar Homberg hatte eingeladen, antike Bautechnik vor Ort hautnah zu erleben.
Die Anlage wurde 1966 beim Bau einer Wasserleitung zufällig entdeckt und umfasst sechs gut erhaltene Kalköfen aus dem 2. und 3. Jahrhundert. Heute befindet sich über einem Teil der Anlage ein Schutzbau, in dem drei Öfen besichtigt werden können. Der Kalksteinbruch lag oberhalb der Brennerei, was den Arbeitsablauf seinerzeit vereinfachte. Während Herr Homberg uns den Brennvorgang anschaulich erläuterte, weihte uns Frau Homberg in die kulinarischen Genüsse der Römer ein. Wir durften vom römischen Brot über „Moretum“, eine römische Schafskäsecreme, bis hin zum Honigkuchen römische Köstlichkeiten probieren. 2021 wurde die Kalkbrennerei als Teil des Niedergermanischen Limes zum Unesco Welterbe.
Anschließend kehrten wir im - nach der Flutkatastrophe von 2021 - sehr schön wiederaufgebauten Bad Münstereifel in ein Café ein.
Nochmals vielen Dank dem Ehepaar Homberg für diese sehr persönliche und abwechslungsreiche Führung.
Antje Fischer, 2. Vorsitzende Heimat-und Geschichtsverein


