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Voller Eindrücke sind wir am Sonntagabend von unserer Wochenendfahrt (17. – 20.Mai) zurückgekommen. Beeindruckend Quedlinburg als Wiege des deutschen Kaisertums, natürlich auch als Fachwerkstadt (UNESCO-Weltkulturerbe), Blankenburg mit seinen Schlössern und der in Fels geschlagenen Burg Regenstein und Wernigerode mit seinen gepflegten Fachwerkbauten.

Die Natur der Region ist einzigartig: Der Brocken (Gipfel mit einer Dampflok der Harzer Schmalspurbahn zu erreichen!), der Regenstein, das Bodetal, die Rappbodetalsperre, die Teufelsmauer als erstaunliche Felsformation und vieles andere mehr.

Die geschichtliche Bedeutung, die schönen Städte, die einzigartige Natur der Region, aber auch das harmonische Miteinander werden allen Reiseteilnehmern in guter Erinnerung bleiben.

Hier einige Impressionen in ausgewählten Bildern.

Die Planungen für Ziel und Termin der Wochenendfahrt in 2013 laufen jetzt an.

B. Plitzko

Rast auf der Hinfahrt
Blick auf das Schloss Blankenburg
Blick über die Pfarrkirche
Das Schlosshotel 1
Das Schlosshotel 2
Das Schlosshotel 3
Die barocken Gärten 1
Die barocken Gärten 2
Die Barocken Gärten 3
Stadtführung in Blankenburg
Das Rathaus in Wernigerode
Der Eingang zum Standesamt 1
Der Eingang zum Standesamt 2
Der Spenderbrunnen auf dem Marktplatz
in Wernigerode
Fachwerk ohne Ende
Fachwerk über 4 Jahrhunderte
Herr Behneke bei seiner Arbeit
Blick über Quedlinburg
Das Rathaus in Quedlinburg
Das Hauptportal
Das älteste Fachwerkhaus im Ort
Imposante Fachwerkgebäude
Kunst am Bau 1
Kunst am Bau 2

Lüdde Brauhaus 2
Eine Fahrt mit der Harzbahn 1
Eine Fahrt mit der Harzbahn 2
Der Regenstein 1
Der Regenstein 2
Der Regenstein 3
Der Hexentanzplatz in Thale
Blick ins Bodetal
Blick auf Thale
Die Teufelsmauer 1
Die Teufelsmauer 2
Die Teufelsmauer 3
Kurz vor der Rückfahrt

 

Inhaltsverzeichnis

Vorwort . . . . . . . . . . . . . . . . . ..... .. . . 7

Georg Haasbach . . . . . . . . . . . ... ... . 9                                                                          Kirche Remschoß? Wo? Ein Beitrag der Geodäsie zu der Frage „Gab es jemals in Remschoß eine Kirche und wo könnte sie gestanden haben?“

Johannes Herchenbach . . . . . . . .. . 31                                                                          Wie die Schule nach Eischeid kam Eine erfolgreiche Bürgerinitiative anno 1883

Georg Hirtsiefer . . . . . . . . . . . . . .. . .49                                                                          Ein Fall von Simonie um 1550 in Neunkirchen:   Ein Pfarrer lässt sich seinen Amtsverzicht vom Nachfolger bezahlen

Lothar Schmitz . . . . . . . . . . . . . . . . . 63                                                             Unbekannter Preußen-Stempel 1854 aus Neunkirchen

Friedrich Haarhaus . . . . . . . . . . . .... 67                                                                           

Erinnerungen an Monsignore Franz

Paul Schmidt . . . . . . . . . . . . . . . . . . .75                                                                          60 Jahre Kegelklub „De Sonndagsjongen“ 1951– 2011

Dieter Siebert-Gasper . . . . . . . . . . .107                                                                     Drei Wegekreuze in der Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid – ihr „Schicksal“ und ihre Stifter

Fotodokumentationen I. bis III. . . . .. 130

Friedrich Haarhaus . . . . . . . . . . .. . 151                                                                      Der evangelische Kirchenchor Seelscheid

Paul Frielingsdorf . . . . . . . . . . . .. . 169                                                                       Der Mühlenrast:   Ein Stück Geschichte von Seelscheid

Rolf Baum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 173                                                                       Zur Geschichte der Seelscheider Verschönerungsvereine

Paul Frielingsdorf . . . .. . . . . . . .  .   181                                                                        Als Weihnachten noch Weihnachten war:   Erinnerungen aus den 40iger Jahren

Elke Fischer . . . . . . . . . . . . . . . . . .  185                                                          Heimatdetektive 2011 – die jungen „Fachwerkhaus-Experten“

Ausblick Jahrbuch 2012 . . . . . . . . . . 203

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Neunkirchen Seelscheid Anno dazumal

Lothar Schmitz ist seit vielen Jahren ein passionierter und leidenschaftlicher Sammler von Ansichtskarten mit Motiven aus der Neunkirchen-Seelscheider Region. In seinem Besitz sind Kartenraritäten, ja wahre Schätze, die nun zu Teilen in dem Bildband einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

In seinem Vorwort gibt Lothar Schmitz kurze Informationen zur Geschichte der Ansichtskarte und erläutert darüber hinaus die Konzeption und Absicht des Buches, nämlich Neunkirchen und Seelscheid und deren Umgebungen in historischen Ansichtskartenmotiven nahe zu bringen. Der Bildband lädt mit seinen über 200 Abbildungen zu einer interessanten Reise in die Vergangenheit unserer Gemeinde ein. Er ist in zwei größere Bildserien geographisch gegliedert und orientiert sich an den beiden Höhenrücken, auf denen Neunkirchen und Seelscheid jeweils zu finden sind. Hier und da sind den Motiven, die allesamt Örtlichkeiten unserer Gemeinde bis zum Jahr 1945 abbilden, aktuelle Parallelfotographien gegenübergestellt, so dass Vergangenes noch stärker mit Gegenwärtigem verbunden werden kann.

DVD Neunkirchen-Seelscheid Ein Juwel des Bergischen Landes

Die DVD wurde Leo Lammert und Günter Nebel erstellt und von letzterem produziert.

Dieser Film gibt umfassende kulturelle, historische, aber auch aktuelle Informationen über die Gemeinde, die selbst vielen alteingesessenen Mitbürgern in dieser Fülle und Tiefe nicht bekannt sind.

Die DVD ist in der Buchhandlung Krein, Schmiedestraße 4a in Neunkirchen erhältlich.

Dortmund / Essen (20.05. – 22.05.2011)

 Das war wiederum eine rundum gelungene Wochenendfahrt!

 Am Freitag sind wir um 13.30 Uhr von Neunkirchen aus gestartet und nach Hagen ins Westfälische Freilichtmuseum gefahren. Die dortige Führung war leider nur für eine Stunde, mehr Zeit war nicht, da das Museum schon um 17.00 Uhr schloss. Ein Kaffeetrinken am Bus folgte. Zu unserm Hotel in Hohensyburg, dem südlichsten Stadtteil Dortmunds, war es nicht mehr weit, um 18.30 Uhr konnten wir unsere Zimmer beziehen, gegen 20.00 Uhr haben wir dann gemeinsam zu Abend gegessen.

Der Samstag war unser Tag in Dortmund, der ausgesprochen facettenreich die Industriegeschichte der Stadt sowie die aktuelle Umstrukturierung, da Bergbau und ein Großteil der Schwerindustrie weg sind, beleuchtete.

Wir hatten das Glück, dass uns Herr Norbert Tempel, Maschinenbauingenieur in leitender Funktion im LWL-Industriemuseum, über den Tag begleitete.

Morgens besuchten wir die Zeche Zollern (viele Jugendstilelemente!), nachmittags das Schiffshebewerk Henrichenburg (als Weltkulturerbe im Gespräch), die Zeche Waltrop (Einkaufszentrum ManuFactum, Bürogebäude), das Phoenix-Gelände (ehemals Krupp, heute Gewerbefläche in Planung, weiterhin großes Freizeitgelände mit See).

Wegen Herrn Tempels wirklich bemerkenswerter technischer und industriehistorischer Detailkenntnisse ein unvergesslicher Tag.

Der Abend klang aus mit einem Spaziergang zur historischen Syburg (nicht weit weg vom Hotel, toller Blick auf die aufgestaute Ruhr) mit einem gemeinsamen Abendessen in einem Gartenlokal in schönem Ambiente an einem warmen Vorsommerabend.

 Am Sonntag reisten wir nach dem Frühstück vom Hotel aus ab zur Villa Hügel. Hier hatten wir im imposanten Drumherum dieses geschichtsträchtigen Hauses wiederum eine tolle Führung. Ebenso wie im Freilichtmuseum Hagen war die Zeit für einen ersten Besuch hier in Essen zu kurz, man sollte unbedingt nochmals hin, um zum Beispiel den grandiosen Park der Villa Hügel zu genießen.

Mittags dann der erste Wetterumschwung, das Essen in einem Lokal an dem nahen Baldeneysee war von einem heftigen Regenschauer begleitet, was uns im Lokal allerdings recht wenig ausgemacht hat.

Den Abschluss unserer Wochenendunternehmungen bildete ein Besuch mit Führung durch den Essener Dom und seine Schatzkammer, wo wirklich herausragende Exponate zu besichtigen sind. Die Bedeutung des alten Essener Damenstifts ist hier vor Augen, der deutsche Hochadel ist in vielen Jahrhunderten durch die Äbtissinnen vertreten gewesen.

 Am Spätnachmittag folgte dann der obligatorische Aufenthalt in einem dem Dom nahen Cafe, bevor dann die Heimfahrt nach Neunkirchen und Seelscheid angetreten wurde.

 Interessante Besichtigungen, ein ordentliches Hotel, gutes Essen und Trinken, das unterhaltsame Miteinander und vieles andere mehr machen die Wochenendfahrten des HuGV lohnenswert!

 B. Plitzko

Freilichtmuseum Hagen
Eine Sensenschmiede
Kaffeetrinken am Bus
Unser Hotel in Hohensyburg
Zeche Zollern Ankunft
Unser ‚Guide’ N. Tempel (links)
Jugendstiltreppe im Direktorenhaus
Ein Haus in Zollern vom Förderturm aus
Die zwei Fördertürme
Schiffshebewerk Henrichenburg
Zeche Waltrop: ManuFactum
Am Phoenix-See
Villa Hügel
Ein Salon in der Villa wie in Versailles
Das Kruppsche Arbeitszimmer
‚Ein Schäuerchen’
Der Dom zu Essen
Die Goldene Madonna
Im Cafe

 

 

Bilder zur Fahrt nach Xanten (2010)

Kaffeetrinken in Birten

 

Der berühmte Caeliusstein

 

Der Dom zu Xanten

 

.. und sein schöner Kreuzgang

 

"Zwei Frauen im Gespräch"

 

Gotisches Haus

 

Neues Museum im APX (alte Thermenanlage)

 

Das Burginatiumtor

 

Eine altrömische Dame in Aktion,
ist das nicht ein stimmungsvolles Bild?

 

Im Amphitheater

 

Mittagspause!

 

Impressionen aus Schloss Moyland

 

Am Sonntagmittag in der Mühle von Altkalkar

 

Abschluss der Fahrt: Besuch in Nijmegen

 

Unsere letzte Exkursion führte uns am 22. August nach Köln. Um 11 Uhr empfing uns Herr Jürgen Schönenkorb am Hauptportal der Kirche St. Pantaleon. Auf interessante und kurzweilige Art und Weise brachte er uns zwei Stunden lang die Geschichte dieser romanischen Kirche nahe, die inmitten des erhaltenen Klosterbezirks der ehemaligen Benediktinerabtei liegt. Wir besichtigten  auch die Teile der Kirche, die nicht in jeder Führung gezeigt werden, wie die Reste der römischen  „villa suburbana“ unter dem Ostteil (Krypta), sowie das kaiserliche und wuchtige Westwerk. Herr Schönenkorb erklärte uns zahlreiche Einzelheiten zu den beiden Grabstätten  des Erzbischof  Brunos (des Bruders Kaiser Ottos I.) und der Kaiserin Theophanu (der Frau Kaiser Ottos II.), zu dem spätgotischen Altar, dem Lettner, der heute die Orgel trägt, sowie zu den romanischen Reliquienschreinen. Auch über den ostkirchlichen Heiligen Pantaleon, dem die Kirche geweiht ist, wurde uns Einiges berichtet. Er gehört zu den vierzehn Nothelfern und ist, da er selbst Arzt war, Patron der Ärzte und Hebammen. Geboren wurde er Mitte des dritten Jahrhunderts in Nikomedia und wegen seiner großen Fähigkeiten wurde er  von Kaiser Maximilian zu seinem Leibarzt ernannt. Als Pantaleon jedoch versuchte, dessen Frau zum Christentum zu bekehren, wurde er verhaftet und zum Tode verurteilt. Die Zeit der Führung verging im Flug und nach einem mehr oder weniger auf die Schnelle eingenommenen Mittagessen machten wir uns um 14 Uhr auf zum EL-DE-Haus, dem Sitz des NS-Dokumentationszentrums.

Von Dezember 1935 bis März 1945 war das EL-DE-Haus – benannt nach den Initialen seines Bauherrn Leopold Dahmen – der Sitz der Kölner Gestapo (Geheime Staatspolizei). Sie war zuständig für den Regierungsbezirk Köln und seit 1943 auch für den Regierungsbezirk Aachen, sowie für die besetzten Gebiete Eupen und Malmedy. Der Gestapo oblag die Überwachung der Bevölkerung und die Verfolgung der politischen und „rassischen“ Gegnerinnen und Gegner des NS-Regimes. Sie war verantwortlich für die Deportation und Ermordung von Tausenden Menschen. In den letzten Monaten des Krieges wurden im Innenhof des EL-DE-Hauses mehrere Hundert Menschen, insbesondere ausländische Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, gefoltert und hingerichtet. Wie durch eine Ironie des Schicksals blieb das EL-DE-Haus im Krieg weitgehend verschont und bringt den Besuchern heute die Schrecken der NS-Zeit authentisch nahe. Die erhalten gebliebenen Gefängniszellen und die mit  Kreide, Blei- oder Lippenstift aufgebrachten, oder mit Fingernägeln eingeritzten Wandinschriften  dokumentieren Leid und Trauer, aber auch Selbstbehauptung und Aufbegehren der ehemaligen Insassen. Die Besucher wirkten alle betroffen, bedrückt, traurig und wir alle fühlten uns dem Andenken an die Gefangenen durch die uns konkret gezeigten Beispiele irgendwie verpflichtet. So ging ein „schöner“  und hochinteressanter Ausflug nach Köln sehr nachdenklich zu Ende.

Kaiserin Theophanu
Sarkophag
Blick ins Hauptschiff
Krypta - hl. Bruno
Römische Mauerreste
Reisegruppe
Dokumentationszentrum

 

Die Fahrt fand wie geplant vom 08. – 10. Mai 2009 statt.

Wir starteten 14:30 Uhr in Neunkirchen und besuchten auf der Fahrt zu unserem Hotel den Großen Feldberg im Taunus. Hier nahmen wir in zugiger Höhe von 880 m, der Große Feldberg ist die höchste Erhebung im Taunus, Kaffee und Kuchen zu uns. Manche nutzten diese Gelegenheit zu einem kleinen Spaziergang oder zur Besteigung des Aussichtsturmes, der über eine lange Fahrtstrecke von der A3 aus weithin zu sehen ist.

Nach dieser Kaffeepause fuhren wir dann zu unserem Hotel in Kelkheim-Eppenhain, nicht weit vom Feldberg gelegen. 35 Personen und der Busfahrer bezogen nach dem Checkin die Zimmer, und bald danach haben wir das Abendessen eingenommen, in einem eigens für unsere Reisegesellschaft eingerichteten Essensraum.

Den Abend verbrachten wir in eben diesem Raum, wo uns eine Bar incl. aller Getränke zur Verfügung stand. Der Versuch einiger von uns, in dem kleinen Eppenhain eine Gaststätte für den Abend zu finden, scheiterte. Aber bei einer solch großen Reisegesellschaft hat man ja auch an sich selbst genug.

 Am Samstag starteten wir früh Richtung Frankfurter Flughafen, wo für 10:00 Uhr eine Flughafenführung vereinbart war: das erste Highlight unserer Fahrt! Mit einem Bus wurden wir über das Flughafengelände gefahren und konnten u.a. den sehr regen Start- und Landebetrieb aus einer Nähe, die schon beeindruckend war, betrachten. Unser Flughafenführer fütterte uns während der Führung mit den Daten des gigantischen Wirtschaftsstandorts Fraport.

Zum Mittagessen ‚landeten’ nach der Flughafenbesichtigung in Frankfurt-Sachsenhausen im Traditionslokal Wagner ein, man musste doch zumindest einmal den für die Frankfurter Gegend typischen ‚Äppelwoi’ probiert haben! Das deftige Essen gefiel den meisten.

Der Nachmittag wurde zu einer Führung durch das historische Frankfurt genutzt: Frankfurt hat eine beeindruckende Stadtgeschichte - Kaiserzeit, Goethe, Werden des Nationalstaates im 19. und 20. Jahrhundert wurden uns durch zwei gute Stadtführer an authentischen Orten (Kaisersaal im Römer, Goethehaus, Frankfurter Dom) nahe gebracht. Die Paulskirche haben wir in einer Kleingruppe nach der Führung in Eigenregie besucht.

Die Rückfahrt in unser Taunushotel war eindrucksvoll. Durch die Hochhäuser ‚Mainhattans’ hindurch, am Frankfurter Hauptbahnhof vorbei ging es stadtauswärts so in den Taunus. Die Schönheit der Umgebung von Frankfurt in diese Richtung machte manchem Mitreisendem die hohen Grundstückspreise klar, die dieser Wirtschafts- und Finanzstandort den Leuten eröffnet, die Eigentum erwerben wollen.

Mit dem Abendessen und einem sehr geselligen Miteinander im Hotel wurde dieser ausgesprochen schöne Tag beschlossen.

Sonntag dann haben wir uns bald nach dem Frühstück aus dem Hotel verabschiedet, und starteten zum Besuch von Kloster Eberbach im Rheingau. Beeindruckend die bestens erhaltene Klosteranlage mit ihrer tollen Basilika und den gänzlich erhaltenen mittelalterlichen Schlaf-, Wohn- und Speisesälen der Zisterziensermönche. In diesem Kloster wurden die Innenaufnahmen zu dem weltweit beachteten Film ‚Im Name der Rose’ gemacht. ‚Hildegard von Bingen’, ein Film der bald in die deutschen Kinos kommt, wurde jüngst hier gedreht.

An die Führung schloss sich eine kleine Weinprobe zu Rheingauer Weinen der Region im Klosterladen an.

Mit dem Bus ging es dann durch Wiesbaden über Land nach Idstein, der schönen Kleinstadt an der Fachwerkstraße mit seiner gut erhaltenen mittelalterlichen Altstadt. Ein leckeres Mittagessen erwartete uns, bevor wir mit zwei Stadtführerinnen die Stadtgeschichte erkundeten. Vor unserer Abfahrt nach Hause hatten alle noch Gelegenheit, einen Kaffee zu trinken oder die Eindrücke der schönen Stadt auf einem Spaziergang nochmals auf sich wirken zu lassen. Um 17.00 ging es dann nach Hause, wo wir um 18.30 Uhr eintrafen.

Ein Wochenendfahrt, vom Wettergott begünstigt, mit den unterschiedlichsten Eindrücken, Erfahrungen und Erlebnissen für den Einzelnen fand nun ihr Ende.

Ohne Übertreibung darf ich wohl feststellen, dass alle Teilnehmer der Fahrt dieses Angebot des Vereins genossen haben.

 Bernhard Plitzko

 

Der Heimat- & Geschichtsverein Neunkirchen-Seelscheid hatte zu einer Exkursion nach Hennef zum Waagen-Wanderweg und zu Sankt Remigius in Happerschoß eingeladen.

Am Samstag, den 18.04.2009 traf sich morgens eine stattliche Zahl von Teilnehmern in der Meys Fabrik in Hennef. Hier wurden wir von Wolfgang Euler, Gästeführer der Stadt Hennef, herzlich begrüßt. In kurzweiliger Form wurden uns die mit dem Chronos-Werk verbundenen Erfindungen, sowie die Historie der Industrialisierung von Hennef im 19. und 20. Jahrhundert an Hand der Chronos-Waagen Dauerausstellung in der Meys Fabrik erläutert.

Es ist unbestritten und mittlerweile wissen es alle: Die Chronos-Waage war eine Hennefer Erfindung mit weltweitem Erfolg. Die Hennefer Pioniere Carl Reuther und Eduard Reisert erfanden die Chronos-Waage als erste eichfähige, selbsttätige Waage der Welt, die am 12.April 1883 durch die „ Kaiserliche Normal-Aichungs-Kommission “ in Berlin zur Eichung zugelassen wurde. Durch diese Zulassung wurde zum ersten Mal auf dieser Erde einer automatischen Waage die gesetzliche Anerkennung als Wertmesser zuteil. Bis dahin hatte die Menschheit gut 10.000 Jahre Waren mit manuellen Waagen per Hand gewogen. Mit der Erfindung der automatischen Chronos-Waage ging ein Zeitalter zu Ende und ein neues begann. Mit der Chronos-Waage wurde – gerade beim Abwiegen von Schüttgütern – viel Zeit eingespart, Präzision und Verlässlichkeit wuchsen, möglichen Manipulationen, wie bei den nicht automatischen Waagen, wurde ein Riegel vorgeschoben. Natürlich haben wir auch die Funktion der Chronos-Waage mit Material in der Meys Fabrik erleben können. Bis zum 2. Weltkrieg hatte das Hennefer Chronos-Werk ein Weltmonopol für automatische Waagen. Wolfgang Euler, Stifter der Chronos-Waagen Dauerausstellung: „Gewichte, Waagen und Wägen im Wandel der Zeit“ erläuterte die Waagenentwicklung über einen großen historischen Zeitraum mit den Exponaten der Ausstellung, um anschließend den Waagen-Wanderweg, der im übrigen in der Stadt Hennef ausgeschildert ist, mit uns zu gehen. Sein eigenes Erleben flocht er gekonnt in seine Erläuterungen mit ein, hatte er doch 1957 beim Chronos-Werk seine Lehrzeit begonnen.

In der ehemaligen Bahnhofsgaststätte Hennef – heute Hennefer Wirtshaus – kehrten wir zur Mittagspause ein, bevor wir nach Happerschoß fuhren, wo uns der Mucher Historiker, Herr Hartmut Benz, an der Kirche erwartete. Vor der Kirche Sankt Remigius spannte er einen Bogen vom 11. Jahrhundert an. Von der ersten urkundlichen Erwähnung von Happerschoß anno 1054, von seiner Abhängigkeit zur Pfarrei Sankt Michael Geistingen bis hin zur Selbständigkeit als eigene Pfarrei und von der politischen Zugehörigkeit zum Amte Blankenberg, erzählte er uns. Er erklärte uns die Kompetenzen des Happerschoßer Freigerichts sowie die Arbeit seiner Schöffen und verglich die Inhalte der Weistümer ( Gesetzessammlungen ) von Happerschoß und Seelscheid miteinander. bis hin zum Brand anno 1807 der unter dem hl. Anno - Erzbischof von Köln – erbauten Kirche. Der Wiederaufbau der Kirche in der heutigen Form begann 1818 und wurde 1867 beendet. Bered macht er uns mit der lokalen Geschichte vertraut, soweit sie bekannt ist. In der Kirche selbst ließ er den Raum wirken und wies uns auf die aussagefähigen Heiligenfiguren, die Glasfenster, welche die biblischen Seligpreisungen zum Thema haben, und die Klais-Orgel hin. Über eine Stunde hielt er uns insgesamt mit seinen Worten in Bann.

Frau Arnold hatte wie immer alles gut organisiert. Und so fehlten auch Kaffe und Kuchen nicht. Auf dem Parkplatz neben der Kirche machten wir in froher Runde unsere Stehpartie, entspannten uns, dankten Frau Arnold und ihrem Team und fuhren um einige Erlebnisse reicher zufrieden nach Hause.

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