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Wanderung im Grund der Wahnbachtalsperre

Nach dem Regen aber vor der Flut begab sich eine etwa 20 Personen zählende Wandergruppe, organisiert vom Heimat und Geschichtsverein e.V. Neunkirchen-Seelscheid, am 11. im 11. in das Gebiet der im Augenblick noch gefluteten Wahnbachtalsperre. Begleitet wurde die Wandergruppe von Heinrich Honscheid, der mit sehr viel Wissen um die abgerissenen Häuser und deren früheren Bewohnern für eine gelungene Wanderung sorgte. Nach dem Treffen am Marktplatz in Neunkirchen ging es erst mal mit dem PKW nach Wolperath zum Mühlenweg. Dieser Weg führte ehemals durch das Wahnbachtal nach Hochhausen und war eigentlich die einzige direkte Verbindung nach Neunkirchen. Vorbei am alten Pumpwerk, welches früher die etwa 30 Häuser in Wolperath mit Trinkwasser versorgt hat, gelangten wir in den Bereich der sonst überfluteten ehemaligen Wiesen um die Lüttersmühle. Nur die Grundmauern und ein Teil des Mühlengrabens waren noch zu erkennen, wobei die Brücke über den Wahnbach noch relativ gut erhalten ist. Ein kurzer Weg führte uns über diese Brücke zum ehemaligen Hof Hillenbach, auch hier sind nur noch die Grundmauern zu erkennen. Auf der noch gut erhaltenen alten Wahnbachtalstraße ging der Weg etwa 1.5 km in Richtung der Staumauer, vorbei am Schenkels - Steinbruch und hier konnte man erkennen, dass die Flutung der Talsperre schon begonnen hat. Hier machte der Wahnbach eine große Biegung um den „Hemmerschröcken". Dahinter befand sich das Anwesen des Petershofes dessen Grundmauern aber überflutet waren.

Zurück ging es einen etwas steileren Weg. Eine kurze Pause an der Schutzhütte am Ringelstein, die von Herrn Honscheid liebevoll gepflegt wird, erlaubte uns einen sehr schönen Ausblick auf die Staumauer und die technischen Einrichtungen zur Wasserentnahme. Ein insgesamt gelungener Ausflug, der durch den von Frau Arnolds selbstgebackenem Kuchen und Kaffee seinen Abschluss fand. Die nächste Wanderung in den Talsperrengrund wird erst in etwa 50 Jahren bei einer erneuten Reparatur der Talsperrenmauer stattfinden.

Johann Worm

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