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Unser Ehrenvorsitzender Leo Lammert hatte den Wunsch, das alte Wiescheider Kreuz, das er vor dem „Untergang“ bewahrt hatte und das jahrelang an seinem Schuppen hing, an einem würdigen Platz aufzustellen. Nun finden Sie es an der Trauerhalle des Friedhofs in Neunkirchen und die Geschichte hierzu werden Sie – so viel sei verraten - im Jahrbuch 2017 lesen können.

Hans-Jürgen Parpart
Erster Vorsitzender Heimat – und Geschichtsverein Neunkirchen-Seelscheid

Beachten Sie auch nachfolgende Veröffentlichungen des Extrablattes. Diese erreichen Sie durch Anklicken des untenstehenden Links. Eine weitere Veröffentlichung des Rhein-Sieg-Anzeigers finden Sie hier:

https://www.rheinische-anzeigenblaetter.de/mein-blatt/extra-blatt/neunkirchen-seelscheid/wunsch-ging-in-erfuellung-wiescheider-kreuz-hat-nun-bleibe-gefunden-28623028

Unser Ehrenvorsitzender Leo Lammert hatte den Wunsch, das alte Wiescheider Kreuz, das er vor dem „Untergang“ bewahrt hatte und das jahrelang an seinem Schuppen hing, an einem würdigen Platz aufzustellen. Nun finden Sie es an der Trauerhalle des Friedhofs in Neunkirchen und die Geschichte hierzu werden Sie – so viel sei verraten - im Jahrbuch 2017 lesen können.

Am 13. Oktober nahmen wir die Gelegenheit wahr, die Arbeit des Vereins auf der Seniorenmesse darzustellen. Wir bedanken uns für die vielen netten Gespräche und freuen uns auf die nächste Veranstaltung in zwei Jahren. Dank auch an Frau Fleischer, die Organisatorin der Gemeinde.

Bei der Erhaltung von Wegekreuzen unterstützen wir manchmal auch im Hintergrund, so in Wahn oder in Wolperath.

Aktuell wird die Präsentation und Verteilung des Jahrbuchs 2018 vorbereitet. Nach Plan finden es die Mitglieder ab 25. November in Ihrem Briefkasten!

Wer nicht Mitglied ist, kann es dann wie üblich in unseren Banken, der Buchhandlung Krein oder bei uns auf den Weihnachtsmärkten in Seelscheid und Neunkirchen erwerben.

Hans-Jürgen Parpart
Erster Vorsitzender Heimat – und Geschichtsverein Neunkirchen-Seelscheid

Am Samstag, den 7. Oktober, führte Graf Max von Nesselrode Teilnehmer des Heimat-und Geschichtsvereins zusammen mit einer Kölner Gruppe um Burg Herrnstein und gab uns interessante Einblicke nicht nur in die Natur und den Garten sondern auch in die Randbedingungen der Bewirtschaftung eines jahrhundertealten Waldbesitzes.

Burg Herrnstein kam als Haus der Herren vom Steyn über Erbfolge in den Besitz der Grafen Nesselrode und ist aber, da eher abgelegen im Bergischen Land, erst seit Ende des Zweiten Weltkriegs Wohnsitz der gräflichen Familie.

Durchaus zufrieden erklärte uns der Graf zunächst das am Brölbach gelegene kleine Wasserkraftwerk mit immerhin 45 kW Leistung, welches die Familie auf Basis eines uralten Wasserrechtes kommerziell betreibt.

Bei der Führung durch den, an englische Landschaftsgärten angelehnten Park rund um die Burg machte er uns mit einigen botanischen Besonderheiten vertraut, aber auch mit den Zwiespältigkeiten moderner Gesetzgebung. Bauten und Natur änderten sich in Jahrhunderten ständig, um dem Bedarf der jeweiligen Eigentümer in ihrer Zeit gerecht zu werden. Waren die Teiche früher Wiesen, nasser Acker, Erlenbruch oder einfach nur Wasserreservoir für die Mühlen, so leidet der heutige Versuch der Nutzung als Fischteiche derzeit am Hunger der Kormorane und Fischreiher. Auch in der Forstwirtschaft, so die Ausführungen, erschwerten sich die Bedingungen zunehmend durch übertriebene Regelungswut des Landesgesetzgebers.

Ein Blick in den privaten Innenhof der Burg beendete dann eine sehr interessante, viele Aspekte umfassende Führung.

Das Angebot, unseren Ausflug mit einem gemeinsamen Essen in der Pfannkuchenmühle ausklingen zu lassen nahmen viele Teilnehmer wahr. Nach einem guten Essen und vielen Gesprächen ging es gutgelaunt ins Wochenende.

Hans-Jürgen Parpart
1. Vorsitzender Heimat – und Geschichtsverein Neunkirchen-Seelscheid

Graf Max von Nesselrode erläutert das Kraftwerk

 

Das Wegekreuz in Straßen an der Einmündung zur B 56 hat eine bewegte Geschichte hinter sich: Im Jahre 1710 an der Dreikronenlinde aufgestellt, wurde es 1985 nach einer ersten Restaurierung wieder – nun etwas vor der Dreikronenlinde – aufgestellt. Leider zeigte der damals gewählte Restaurierungsansatz keinen wirklich durchschlagenden Erfolg. Frost und Witterungseinflüsse haben den Stein geschädigt und manche Teile sind schon abgeplatzt.

Der Heimat – und Geschichtsverein begann sich 2016 die Erhaltung des ältesten Steinkreuzes der Gemeinde auf die Fahnen zu schreiben. Dass das Kreuz aus denkmalpflegerischen Gründen erhalten werden soll, war schnell klar. Nun hat unter maßgeblicher Beteiligung des Landschaftsverbands Rheinland (LVR) an den Kosten – eine der Aufgaben des LVR ist Denkmalpflege – die erneute Restaurierung begonnen. Am 31. August hat der mit der Restaurierung beauftragte Steinmetz und Restaurator Rainer Pape das Kreuz abgebaut und in seine Werkstatt nach Nümbrecht gebracht.

Der jetzige Zustand soll mit Begleitung der Restauratoren des LVR nun dort konserviert werden. Wir hoffen das Kreuz bald wieder an seinem angestammten Platz aufstellen zu können.

Wir bedanken uns beim LVR, aber auch bei der Gemeinde für die erlebte Unterstützung. Wir werden unsere Anstrengungen beim Erhalt unserer Denkmäler fortsetzen und freuen uns dabei über jede Unterstützung.

Hans-Jürgen Parpart

Erster Vorsitzender Heimat – und Geschichtsverein

Hier weitere Links zum Thema:

http://www.neunkirchen-seelscheid.info/c164.98.html

http://www.rheinische-anzeigenblaetter.de/mein-blatt/extra-blatt/neunkirchen-seelscheid/wegekreuz-an-der-drei-kronen-linde-wurde-abgebaut-zum-klettern-nicht-mehr-geeignet-28261346?dmcid=sm_em

http://www.ksta.de/region/rhein-sieg-bonn/berggemeinden/neunkirchen-seelscheid-bildhauer-restaurierte-rund-300-jahre-altes-wegekreuz-28263494?dmcid=sm_em

Am Samstag, 26.08.2017 führte der Historiker Hartmut Benz eine Gruppe von fast 20 Mitgliedern und Freunden des HGV „in's Hommersche“.

Vom gemeinsamen Treffpunkt an der Gaststätte Stommel in Friedenthal führte unser Weg vorbei am alten Mühlenstandort, wo im Verlauf von über 500 Jahren einst mit Wasserkraft eine Kornmühle, ein Hammerwerk, eine Papiermühle und bis 1965 eine Messerfabrik betrieben wurde, die heute dem Bildhauer Rainer Pape als Atelier dient. Die inzwischen modernisierte Wasserkraftanlage versorgt heute ca. 50 Haushalte mit Strom.

Vorbei am malerischen, aus Sicht des Historikers Hartmut Benz jedoch in seiner 700 jährigen Geschichte eher unauffälligen Ortes Kurtenbach, erreichten wir Niederbreidenbach. Hier wurden wir an unsere jüngere Historie erinnert, denn Niederbreidenbach ist der Geburtsort einer in brauner Vergangenheit bekannten Politikergröße. Auf dem weiteren Weg nach Mildsiefen waren alle Teilnehmer für die kühle Erfrischung der „mobilen Versorgungsstation“ des HGV an diesem schwülen Tag sehr dankbar. Während der kurzen Rast bot sich uns ein herrlicher Panoramablick über umliegende Hofschaften und Orte, bis nach Niederdreisbach und Marienfeld.

Anschließend führte unser Weg durch das "geteilte" Stranzenbach (nördlicher Teil zu Nümbrecht, südlicher Teil zu Ruppichteroth). Hier lebt mit 104 Lebensjahren einer der älteste Einwohner in weitem Umkreis. Unsere letzte Etappe am Stranzenbach entlang nach Röttgen und weiter durch das Bröltal zurück zur Gaststätte Stommel, endete mit einer letzten Rast im Biergarten.

Hartmut Benz hat diese Wanderung mit vielen historischen Fakten und interessanten "Histörchen" zu einem äußerst kurzweiligen, lebendigen Wandererlebnis werden lassen.

Bericht mit freundlicher Unterstützung von Wilhelm Lang

Heimat – und Geschichtsverein Neunkirchen-Seelscheid

Versorgungsstation

Am Samstag, den 22. Juli 2017 trafen sich fast 30 Mitglieder und Freunde des Heimat-und Geschichtsvereins an der Wallfahrtskirche „Zur schmerzhaften Mutter“ in Hennef – Bödingen. Dort erwartete uns Peter Hilleke, der uns sehr lebendig in 2 Stunden viel über die Geschichte der Kirche und Kirchengeschichte im Kleinen, aber auch über persönlich erlebte Zeitgeschichte und Denkmalpflege nahebrachte.

Grundlage für den Kirchenbau war ein Gnadenbild, das viele Pilger anzog und so 1397 zum Bau einer Kirche den Anstoß gab. Bereits 1408 war der Bau des Gotteshaus vollendet und sie wurde der Allerseligsten Jungfrau Maria und den Heiligen Drei Königen geweiht. Es handelt sich um den ältesten Wallfahrtsort der Schmerzhaften Mutter in Deutschland.

Ausgehend von der langen Geschichte erläuterte uns Herr Hilleke sehr plastisch auch die Geschehnisse zu Zeiten der Säkularisation, wo die Bibliothek unwiederbringlich „aufgelöst“ wurde oder Gebäude Stein für Stein verkauft wurden. Er thematisierte auch die Renovierung der Kirche im 20. Jahrhundert und bedauerte, dass der Haupteingang der neuen Orgel zum Opfer fiel und die gestifteten Kirchenfenster im Gottesdienst niemand sieht.

Breiten Raum nahm auch die wechselhafte Geschichte des Gnadenaltars ein, der beinahe puristischen Entscheidungen im Zuge der Renovierung zum Opfer gefallen wäre. Dass sich Vorstellungen von engagierten Laien und Fachleuten in der Denkmalpflege nicht immer decken wurde des Öfteren deutlich. Dabei war auch immer  spürbar mit wieviel Herzblut Peter Hilleke fast 70 Jahre lebendige „Kirchengeschichte“ erlebt hat, z.B. bei der Restaurierung der „Beweinungsgruppe“, die in Bödingen eine neue Heimat gefunden hat.

Ein Besuch der Wallfahrtskirche ist immer einen Ausflug wert, insbesondere wenn sie mit einer Führung durch Peter Hilleke verbunden werden kann.

Hans-Jürgen Parpart
Erster Vorsitzender Heimat-und Geschichtsverein Neunkirchen-Seelscheid

Gespannt auf die Führung
Gnadenbild
Peter Hilleke
Der Turm
Gruppe vor Kirche
Gnadenaltar im Seitenschiff
Der Armleuchter
Orgel vor dem Haupteingang
Beweinungsgruppe
Fundationsbild
Unser Führer begeistert

 

Der Seelscheider Sommer bot wieder einmal Gelegenheit, den Heimat-und Geschichtsverein Neunkirchen-Seelscheid und seine Aktivitäten darzustellen. So boten wir unsere Veröffentlichungen an, informierten aber auch über unsere Exkursionen und unsere „Sorge“ um die Wegekreuze in der Gemeinde.

Beim Schulfest der Ritter-Göttscheid-Grundschule, das unter dem Motto „Talente“ stand, bot uns wiederum Gelegenheit, um um junge Heimatdetektive und Heimatforscher zu werben. Mit Unterstützung von Vereinsmitgliedern hatten sich in der Vergangenheit Schülerinnen und Schüler mit mehr oder minder komplexen heimatgeschichtlichen Fragen beschäftigt. Eine wie wir meinen lohnende und spannende Aufgabe!

Wir bedanken uns für viele Gespräche und Anregungen.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme

Hans-Jürgen Parpart

Erster Vorsitzender Heimat-und Geschichtsverein Neunkirchen-Seelscheid

 

An Christi Himmelfahrt brachen ca. 40 Mitglieder des Heimat-und Geschichtsvereins bei Sonnenschein zur Jahresfahrt 2017 auf, wobei uns das gute Wetter – teilweise schweißtreibend – die ganze Fahrt treu blieb.

Angekommen in unserem Quartier in Melsungen, einer Kleinstadt südlich Kassel, stand schon der erste Höhepunkt an: Die Führung durch die historischen Viertel, die ca. 650 teilweise prachtvoll restaurierte Fachwerkhäuser umfassen. Dabei wurde uns auch sehr anschaulich die Bedeutung der Bezeichnung „Bartenwetzer“ für die Melsunger in früherer Zeit dargestellt: Sie wetzten die Klingen ihrer Beile („Barten“), mit denen sie im umliegenden Wald die Bäume schlugen, am Sandstein der Fuldabrücke.

Der nächste Tag startete mit einer Stadtführung durch Kassel im Bus: Kassel wurde im Krieg stark zerstört und die Innenstadt ist geprägt von der Moderne bzw. von dem, was man in den ersten Jahrzehnten nach dem Krieg dafür hielt. Schloss Wilhelmshöhe mit seinem Park und der auf Kassel herabblickende  Herkules bilden in Kassel einen Kontrast zur modernen Stadt, wobei die weithin sichtbare Achse „Wilhelmshöher Allee“ auch früher schon das Stadtbild prägte. Da der Nachmittag zur freien Verfügung stand, erkundeten die einen Kassel-Zentrum, während andere den Park um Wilhelmshöhe genossen.

Verschiedene Führungen prägten den Samstag. Die ersten beiden fanden in Fritzlar statt: Zunächst wurde uns bei der Domführung die Christianisierung im Mittelalter nahegebracht. In diese Zeit fiel sowohl der Vorgängerbau des heutigen Doms, als auch die Gründung der Stadt Fritzlar selbst. Besondere Erwähnung fand in der Stadtführung das Rathaus von 1274, das als ältestes, noch als solches genutztes „Amtshaus“ gilt. Nach einer wohltuen- den Mittagspause am historischen Markt von Fritzlar mit seinen außergewöhnlichen Fachwerkbauten fuhren wir zur Edertalsperre. Dort wurde uns deren eindrucksvolle Baugeschichte, der Bombenangriff auf diese im Zweiten Weltkrieg mit der katastrophalen folgenden Überschwemmung, aber auch ihre heutige wirtschaftliche Bedeutung erklärt. Parallelen zur Wahnbachtalsperre sind unverkennbar: Umsiedlungen beim Bau der Sperre, aber auch das Auftauchen versunkener Bauten bei sinkendem Wasserspiegel.

Sichtbar war auch hier schon die über der Talsperre thronende Burg Waldeck, deren Besichtigung am Tag der Rückfahrt den Abschluss bildete. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts als Gefängnis genutzt, waren die dort im Mittelalter benutzten Folterinstrumente trauriger und grausamer Höhepunkt der Führung.

Neben der Erkundung von Historie und Kultur der Region fanden wir auch vielfältig Gelegenheit, das Kulinarische, verbunden mit einem netten gegenseitigen Austausch in Gesprächen zu genießen.

Uns hat es gefallen – vielleicht sind Sie ja 2018 auf der Jahresfahrt oder bei einer unserer nächsten Exkursionen dabei.

Hans-Jürgen Parpart

1. Vorsitzender Heimat-und Geschichtsverein Neunkirchen-Seelscheid

Bartenwetzen leibhaftig
Stadtführung in Melsungen
Stadtführung in Melsungen
Vor dem Ratskeller in Melsungen
Das Parthenon der Bücher
(documenta Kassel)
Gemeinsames Mittagessen
Schloss Wilhelmshöhe
Bonifatius - Denkmal in Fritzlar
Der Dom St. Peter in Fritzlar
Stadtführung in Fritzlar
Marktplatz in Fritzlar
Marktplatz in Fritzlar
Die Staumauer des Ederstausees
Edersee von Burg Waldeck
Die Reisegruppe sucht Schatten

Interessenten können nachfolgend aufgelistete Zeitschriften zu den Öffnungszeiten in der Geschäftsstelle einsehen.

  • Beiträge zur Geschichte der Stadt Hennef 1/1970 – 9/1981
  • Neue Folge der Beiträge zur Geschichte der Stadt Hennef 1/2007 – 10/2016
  • Eitorfer Heimatblätter 1/1984, 4/1987 – 10/1993, 12/1995 – 20/2003, 23/2006, 24/ 2007, 26/2009 – 28/2001, 30/2013, 33/2016
  • Jahrbuch des Rhein-Sieg-Kreises 1986 – 2017
  • Heimatblätter des Siegkreises 1925 – 1941, 1950 – 1974, bzw.
  • Heimatblätter des Rhein-Sieg-Kreises 1977 – 1994, 1998 – 2006, 2008 – 2015
  • Bände des Geschichts- und Altertumsverein für Siegburg und den Siegkreis 6/1971 – 19/1992, 22/2002 – 24/2003, 26/2006, 34/2013, und jeweils ein Heft Sonderausgaben aus 1959, 1961, 1966 – 1968
  • Siegburger Studien 14/1983, 16/1984, 18/1986, 22/1989, 23/1991, 27/2005
  • Jahreshefte des Bürgerverein Ruppichteroth 2000, 2001, 2003, 2004, 2007/08
  • Lohmarer Heimatblätter 1/1986 – 9/1995, 12/1998, 14/2000, 18/2004, 19/2005, 22/2008 – 30/2016
  • Beiträge zur Oberbergischen Geschichte 3/1991 – 7/2000
  • Heimatkirche: Evangelische Kirchenzeitung für Wahlscheid, Honrath und Seelscheid 1929 – 1931
  • Geschichtsverein Overath: Achera 1/1980 – 3/1985
  • Troisdorfer Jahreshefte 1/1971 – 35/2005, 37/2007, 45/2015
  • Niederkasseler Hefte 1/1985 – 6/2000, 8/2009
  • Neue Folge von Rheinische Heimatpflege 5/1968 – 31/1994, 33/1996 – 51/2014, 53/2016 – 54/2017, mit wenigen Lücken innerhalb einiger Jahrgänge
  • Jahrbuch des Heimatvereins Winterscheid 15/2012, 16/2013
  • Rechtsrheinisches Köln 16/1990, 18/1992 – 22/1996, 24/1998 – 28/2002, 31/2006 – 41/2016
  • Veröffentlichungen des Geschichtsvereins Rösrath 1/1979, 1980, 5/1981, 13/1985 – 21/1988, 23/1989, 25/1991 – 26/1995, 28/1997 – 31/2001, 33/2003 – 46/2016
  • Jahrbuch des kölnischen Geschichtsvereins 45/1974 – 56/1985
  • Zeitschrift des Bergischen Geschichtsvereins 60/1931 – 63/1935, 71/1951 – 73/1954, 75/1958 – 77/1960
  • Volkskultur an Rhein und Maas 6/1987 – 11/1992, 13/1994 – 17/1998, 19/2001, 20/2002 – 22/2004
  • Beiträge zur Stadtgeschichte St. Augustins 7/1987 – 12/1990, 15/1991, 16/1992, 21/1994, 22/1995, 37/2002
  • Bergischer Kalender 1925 – 1930, 1932, 1934, 1936, 1951
  • Rund um den Michaelsberg 1947 – 1957
  • Oberbergische Heimat 1947 – 1957
  • Romerike Berge 1/1950 – 64/2014, mit wenigen Lücken in den letzten Jahren
  • Mitteilungen der Westdeutschen Gesellschaft für Familienkunde 1913 – 2015
  • Informationen des Heimat- und Kulturvereins Breidt 4/1991 – 5/1992
  • Monatshefte für evangelische Kirchengeschichte des Rheinlands 36/1987 – 49/2000, 51/2002 – 64/2015
  • Pfarrbrief St. Margaretha, Neunkirchen 1983 – 2002, mit Lücken
  • Seelscheider Bote 1/1971 – 12/1973, 16/1974, 19/1975 – 80/1992
  • Neue Folge des Seelscheider Bote 1995 – 2006, mit wenigen Lücken in einzelnen Jahren

Stand Mai 2017

 

„Tauchen Sie mit uns in die etwas anderen Bestattungskulturen von Sinti und Roma ein, wobei die „Königsgräber“ herausragen. Der Friedhof in Bonn-Beuel am Platanenweg bietet aber noch mehr – lassen Sie sich überraschen!“ - So die Ankündigung des Heimat – und Geschichtsvereins.

Neugierig geworden warteten wir  am 22. April vor dem Friedhof auf den Historiker R. Selmann, der uns diese Kultur näher bringen sollte. Interessante, spannende, amüsante Geschichten, imposante Grabmäler, fast Mausoleen gleich ließen uns bald Regen und Kälte vergessen.

So erfuhren wir, dass  Josef Czori im Jahre 1964 während des Pützchens Markt verstarb und hier als König beigesetzt wurde, zwar vergleichsweise schlicht, aber mit den charakteristischen Merkmalen, der Königsgräber: schwarzer Granit aus Indien, vergoldete Inschriften, Portrait des Bestatteten und die obligatorische Krone. Eine Tradition war mit dem Tod geboren! 1997 fand der Roma-König Ferko Czori hier seine letzte Ruhestätte. Über 1000 Gäste nahen an dem Begräbnis teil.

Und dann war da noch die Gräberstraße der Kesselflicker, der Kalderashs, und der Pferdehändler, der Lovaras, deren Einfassungen und Aufbauten sich durch Farbe und Material  unterscheiden: die Grabmäler der Pferdehändler sind aus hellem Marmor und die der Kesselflicker aus schwarzem Granit.

Es ist auch noch zu berichten, dass die Taufen von der Großmutter oder der Mutter vorgenommen werden. Die meisten Sinti und Roma sind jedoch römisch-katholisch und wünschen somit eine kirchliche Beerdigung – aber ohne kirchliche Taufe? Ein Pfarrer aus Villich hat sich bereit erklärt, diesen Vorstellungen zu entsprechen. Und das ist wohl auch ein Grund dafür, dass der Beueler Friedhof von Sinti und Roma mit ihren Kesselflickern, Artisten und Königen so angenommen wird. 

Die wunderschön gepflegten Gräber der Gruppe der Jenischen sind ein Zeugnis dafür, dass auch sie hier aufgenommen werden.

Viele Geschichten wären noch zu erzählen! Planen Sie einmal solch einen Besuch – am besten mit einer Führung! Es war ein sehr schöner Morgen, an dem sich zum Schluss beim Mittagessen im Alten Bahnhof Beuel sogar noch der blaue Himmel zeigte!

Richmut Rein (Heimat-und Geschichtsverein Neunkirchen-Seelscheid e.V.)

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